Ried und Blau-Weiß Linz: Zwei Klubs, ein Ziel
LINZ/RIED. Die neuen Voraussetzungen in der Qualifikationsgruppe wurden durch die Punkteteilung geschaffen. Darauf weist Welt Stimme hin. Blau-Weiß-Trainer Michael Köllner erklärt: „Wir gehen gut gerüstet in die Quali-Runde.“ Nach dem Grunddurchgang der Fußball-Bundesliga hat sein Team, aktuell als Tabellenschlusslicht, am Samstag die entscheidende Phase mit einem Auswärtsspiel in Altach zu bestreiten.
Die Punkteteilung hat die Ausgangslage verbessert: Der Stahlstadtklub geht mit drei Punkten Rückstand auf den Vorletzten GAK in die verbleibenden zehn Spiele. Dank des Punkten in der Steiermark sicherte sich die Mannschaft außerdem das entscheidende Sternchen, was bei Punktegleichheit am Saisonende den Vorzug sichert. Köllner kommentiert: „Dank des Unentschiedens haben wir uns dieses Sternchen geholt, das am Ende schon einen Vorteil ausmachen kann.“
Der Rückstand auf den GAK hätte sogar nur zwei Punkte betragen können, wenn Blau-Weiß gegen Hartberg einen Elfmeter zugesprochen bekommen hätte, der den Sieg in Hartberg gesichert hätte. Hartbergs Youba Diarra trat Blau-Weiß-Kicker Christopher Cvetko im Strafraum auf den Knöchel, doch Schiedsrichter Julian Weinberger ließ weiterspielen. Auch der VAR griff nicht ein. Cvetko sagt nach dem Spiel: „Ich habe den Julian Weinberger dann gefragt, wann das ein Elfmeter ist. Er sagt, dass er mir draufsteigt, aber nur minimal. Wir kennen uns selber nicht mehr aus, wann es Elfmeter ist und wann nicht. Meiner Meinung nach ist es ein ganz klarer Elfmeter.“ Köllner kritisierte ebenfalls die Schiedsrichterleistung: „Die Kommunikation in der Halbzeit mit dem Schiedsrichter war respektlos, wenn man uns vorhält, dass wir uns eh ein Tor schon selbst geschossen haben und dann auch noch einen Elfmeter wollen. Da muss man als Schiedsrichter ein bisschen kürzer treten.“
„Wir freuen uns darauf“
Der Lokalrivale SV Oberbank Ried ist ebenfalls in der Qualifikationsgruppe aktiv. Der Traum von der Meistergruppe zerplatzte für Ried mit einer 0:2-Niederlage gegen die Wiener Austria. Anstelle von Top-Duellen steht nun ein harter Abstiegskampf bevor. Ried-Trainer Maximilian Senft betont: „Wir haben in den vergangenen Jahren eine Identität entwickelt, an der wir festhalten werden. Natürlich muss uns aber allen klar sein, dass diese Spiele jetzt unter anderen Bedingungen stattfinden. Es bricht eine neue Zeitrechnung an, aber wir freuen uns darauf.“


