SV Ried erzielt historischen Sieg bei Rapid Wien
WIEN, RIED. Am 7. Dezember 2025 gelang der SV Oberbank Ried im 44. Anlauf der erste Auswärtssieg in der Bundesliga gegen Rapid Wien. In einem spannenden Match setzte sich die Mannschaft von Trainer Maximilian Senft mit 2:1 durch. „Wir sind natürlich überglücklich“, äußerte Senft in einem Interview mit den OÖNachrichten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der historische Sieg war das Resultat eines beeindruckenden Comebacks, nachdem Ried zunächst mit 0:1 in Rückstand geriet. In der laufenden Saison ist dies bereits der vierte Auswärtssieg für das Team, das sich mit 23 Punkten in der Tabelle mittlerweile nur drei Zähler hinter dem zweiten Platz befindet. Trainer Maximilian Senft, der sein 95. Pflichtspiel an der Außenlinie bestritt, positioniert sich nun in der Vereinsgeschichte auf dem dritten Platz hinter Klaus Roitinger und Paul Gludovatz.
OÖN: Ist Ihnen bewusst, wie historisch dieser Erfolg für die SV Ried war?
Maximilian Senft: „Ja, natürlich. Wir haben das auch in der Halbzeit thematisiert und angesprochen, dass es heute möglich ist, mit einem Auswärtssieg bei Rapid Vereinsgeschichte zu schreiben. Wir sind natürlich überglücklich, in der Kabine spielten sich schon Feier-Szenen ab.“
Senft hebt die wichtige taktische Anpassung hervor, die aufgrund der Ausfälle von Yusuf Maart und Kingstone Mutandwa notwendig war. „Die Reaktion der Mannschaft war hervorragend. Wir sind dann, unter anderem mit unseren Standardsituationen, gut ins Spiel reingekommen“, so Senft. Das zwischenzeitliche 1:1 nach dem Ausgleich bot der Mannschaft die Möglichkeit an, das Spiel erneut zu dominieren. Der eingewechselte Joris Boguo trug wesentlich zum Erfolg bei, als er den entscheidenden Elfmeter herausgeholt hatte, der zum 2:1 führte.
In Bezug auf die Einwechslung des 18-Jährigen in der 50. Minute erklärt Senft: „Die Spielanlage hat für ihn gut gepasst, es gab immer wieder Räume, in die er sehr gut gestartet ist.“ Boguo zeigte erhebliche Laufbereitschaft, die sogar die Notwendigkeit einer Auswechslung kurz vor Spielende notwendigte.
Nach dem triumphalen Sieg gegen Rapid steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Altach auf dem Programm. Senft erwartet ein völlig anderes Spiel: „Altach ist sowohl vom taktischen Plan als auch von den Qualitäten der Einzelspieler anders als Rapid.“ Er hofft, dass viele Fans ins Stadion kommen, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen.
Während bei Ried die Stimmung nach dem ersten Sieg gegen Rapid positiv ist, bleibt abzuwarten, ob Kingstone Mutandwa rechtzeitig fit wird. „Es besteht die Hoffnung. Kingstone war auch in Wien mit, aber nach dem Aktivieren war klar, dass ein Einsatz unmöglich ist. Wir müssen schauen, wie sich die Lage entwickelt“, schließt Senft.


