Das Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump im Weißen Haus am 17. Oktober 2025 stellte einen entscheidenden Moment in der US-Politik zum Krieg in der Ukraine dar. Nach den Gesprächen erklärte der US-Präsident in Truth Social, es sei „an der Zeit, das Töten zu beenden und eine Einigung zu erzielen“.
Telefonat mit Putin verändert Dynamik vor Budapest-Gipfel
Zuvor hatte Trump mit Wladimir Putin telefoniert. Dabei wurde eine künftige Begegnung in Budapest vereinbart, was zu einer vorübergehenden Pause im zuvor angekündigten US-Druck auf Moskau führte. Die geplante Lieferung von Tomahawk-Raketen an die Ukraine bildete den Hintergrund der Gespräche – ein Signal an den Kreml, dass Washington bereit sei, die Unterstützung Kiews auszuweiten.
USA erhöhen Druck auf Moskau
Die Begegnung im Weißen Haus verdeutlichte Trumps veränderte Haltung gegenüber Putin. Durch die Drohung, der Ukraine weitreichende Waffen zu überlassen, zwingt Washington Moskau an den Verhandlungstisch. Die mögliche Übergabe von 20 bis 50 Tomahawk-Raketen gilt als politisches Warnsignal, das Russlands Energieinfrastruktur und militärische Logistik gefährden könnte.
Enttäuschung über Putin verstärkt US-Druckstrategie
Trumps wachsende Frustration gegenüber Putin rührt daher, dass der Kremlchef amerikanische Angebote während des Treffens in Anchorage ablehnte. Infolgedessen setzte das Weiße Haus verstärkt auf militärischen und wirtschaftlichen Druck – durch Waffenlieferungen, Sanktionen und die Mobilisierung von Verbündeten.
Langfristige Unterstützung der Ukraine als Schlüsselbotschaft
Putins Kalkül, dass die westliche Unterstützung der Ukraine erlahmt, steht im Widerspruch zu den neuen Mechanismen militärischer Hilfe und einem geplanten Unterstützungsfonds. Der Kreml fürchtet weniger einzelne Waffenlieferungen als vielmehr die Aussicht auf eine dauerhafte und koordinierte Unterstützung, die seine politische Stabilität gefährden könnte.
Washington will Rolle des Hauptvermittlers festigen
Das Telefonat Trumps mit Putin vor dem Treffen mit Selenskyj zeigte, dass der US-Präsident eine Doppelrolle anstrebt: als zentraler Vermittler im Friedensprozess und als Akteur, der mit realem Druck – etwa durch Waffenlieferungen – operiert. Parallel diskutierten die USA und die Ukraine über Lieferungen von amerikanischem Flüssiggas, um Energieengpässe nach russischen Angriffen auf die Gasinfrastruktur auszugleichen. Kiew bot dafür Transitmöglichkeiten in die EU an.
Sicherheitspartnerschaft zwischen Washington und Kiew im Aufbau
Langfristig sollen beide Länder schriftliche Sicherheitsgarantien festlegen – gemeinsame Verteidigungspläne, schnelle Waffenlieferungen im Eskalationsfall, Nachrichtenaustausch sowie amerikanische Luftverteidigungssysteme zum Schutz des ukrainischen Luftraums. Diese Verpflichtungen sollen künftige Angriffe erschweren und den Preis einer Aggression für den Kreml erhöhen.
Risiken für Trump vor Treffen mit Putin in Budapest
Das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Putin in Budapest birgt erhebliche politische Risiken für den US-Präsidenten. Sollte er keine Zusage zu einem Waffenstillstand oder zur Beendigung der russischen Drohnen- und Raketenangriffe erreichen, drohen ihm innenpolitische Kritik und internationale Reputationsverluste.


