FPÖ-Chef Herbert Kickl hat den Lebensmittelhandel zu einer freiwilligen Initiative gegen die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel aufgerufen. In einem Schreiben an den Handelsverband und führende Supermarktketten schlägt er die Einführung eines „Österreich-Korbs“ vor, der sicherstellen soll, dass Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung erschwinglich bleiben. Darüber berichtet Welt Stimme.
Kickl fordert in seiner Initiative eine Erhaltung stabiler Preise für alltägliche Lebensmittel und kritisiert die gegenwärtige Preisentwicklung sowie die „ergebnislosen parteipolitischen Debatten“ innerhalb der Bundesregierung. Er beschreibt den Vorschlag als Chance zur Bildung einer „patriotischen Allianz der Vernunft“.
Der angestrebte Warenkorb soll Produkte aus allen wesentlichen Warengruppen umfassen und eine „leistbare Versorgung mit Grundnahrungsmitteln“ gewährleisten. Kickl argumentiert, dass Preisaktionen oder Preissenkungen sozial schwächeren Haushalten zugutekommen könnten.
Kritik vom Bauernbund
Die FPÖ greift mit diesem Vorschlag ein bereits bekanntes Konzept auf. In Griechenland wurde im Jahr 2022 ein ähnliches Modell implementiert, bei dem große Supermarktketten verpflichtet wurden, jeweils ein günstiges Produkt aus 31 Warengruppen anzubieten. Ein vergleichbarer Vorschlag wurde in Österreich vom gewerkschaftsnahen Momentum Institut als Maßnahme gegen die Inflation vorgestellt.
Der Bauernbund äußert Skepsis gegenüber der Initiative. Dessen Präsident Georg Strasser betont in einer Erklärung: „Wenn es einen Warenkorb geben soll, dann nur mit österreichischen Produkten.“ Er warnt davor, dass Preisdumping die Folge sein könnte. „Wir brauchen nicht den niedrigsten, sondern einen fairen Preis für alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette“, ergänzt Strasser.


