Der Aufsichtsrat der Spanischen Hofreitschule hat Geschäftsführer Alfred Hudler abgesetzt. Grund sind „gravierende Verfehlungen“, die im Zuge von Prüfungen hervorgebracht worden sein sollen. Das Landwirtschaftsministerium wurde darüber informiert. Hudler wurden Unregelmäßigkeiten bei Spesen- und Dienstreisenabrechnungen vorgeworfen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Die Spanische Hofreitschule in Wien steht vor einem Führungswechsel: Der Aufsichtsrat teilte am Dienstag, 16. September, mit, Geschäftsführer Alfred Hudler sei „zu entheben und zu entlassen“. Die interimistische Leitung soll noch vor dem 19. September bestellt werden.
Die Entscheidung wurde damit begründet, dass bei einer laufenden Überprüfung zusätzlich zu bereits bekannten Verdachtsmomenten „gravierende andere Verfehlungen“ aufgetaucht seien. Das Landwirtschaftsministerium (BMLUK) wurde über die neuen Vorwürfe informiert; die interne Revision wurde mit einer Prüfung beauftragt.
Vorwürfe zurückgewiesen
Hudler, der seit Dezember 2022 die Hofreitschule und das Lipizzanergestüt Piber leitete, geriet im Sommer wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei Spesen- und Dienstreisenabrechnungen in die Schlagzeilen. Medienberichten zufolge soll es um einen möglichen Schaden von über 15.000 Euro gehen. Hudler wies dies zurück: Er sei sich „keines unkorrekten Verhaltens“ bewusst, betonte er bereits im Juli.
Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt seit August wegen des Verdachts der Untreue. Mit den Recherchen ist das Landeskriminalamt Wien betraut.


