Frauen am Arbeitsmarkt: Herausforderungen und Chancen
PERG. Anlässlich des Internationalen Frauentages organisierte das Arbeitsmarktservice (AMS) Perg am 9. März die Veranstaltung „Level Up! Money Matters“. Rund 70 Frauen nahmen an dem Event teil, welches in Kooperation mit der Wirtschaftskammer (WKO) Perg und dem Verein für Arbeit und Lernen oberes Mühlviertel (ALOM) durchgeführt wurde. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Themen „finanzielle Unabhängigkeit“ sowie „Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI)“. Zudem wurden den Teilnehmerinnen die Angebote der WKO Perg, insbesondere des WIFI Perg, durch WKO-Perg-Leiterin Eva Steinkellner nähergebracht. Darüber berichtet Welt Stimme.
Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligt
Stefan Gringinger, Leiter des AMS Perg, betonte, dass Frauen am Arbeitsmarkt in zahlreichen Bereichen benachteiligt sind. Laut Prognosen wird es auch im Jahr 2026 weiterhin der Fall sein, dass Frauen für gleichwertige Arbeit weniger verdienen als Männer. Sie sind häufig in schlechter entlohnten Branchen und Berufen tätig, während die ungleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit, insbesondere in Haus-, Betreuungs- und Pflegebereichen, überwiegend von Frauen getragen wird.
Mehr Selbstbestimmung erlangen
Die Referentinnen Gilda Johne und Barbara Spreitzer verdeutlichten die Thematik der finanziellen Unabhängigkeit durch aktuelle Statistiken und gaben praktische Tipps, wie Frauen mehr Selbstbestimmung erlangen können. Studien zeigen, dass Frauen bei Gehaltsverhandlungen oft zurückhaltender als Männer sind oder diese Themen gar nicht ansprechen. In einem Rollenspiel wurde demonstriert, wie Frauen erfolgreich über ihr Gehalt verhandeln können und wie man mit häufigen Killerphrasen umgeht.
Geschlechtsspezifische Vorurteile in KI
Ein weiterer Fokus lag auf der Künstlichen Intelligenz, die mittlerweile in nahezu allen Lebensbereichen präsent ist. Barbara Spreitzer und Elke Neubacher wiesen darauf hin, dass KI-Systeme durch die überwiegende Anzahl männlicher Programmierer und die Verarbeitung bestehender Daten oft geschlechtsspezifische Vorurteile aufweisen. Das ALOM-Ressourcenstudio bietet kostenlose Workshops an, um digitale Kompetenzen von Frauen im erwerbsfähigen Alter zu stärken und einen sinnvollen Umgang mit KI-Tools zu erlernen. Eine steigende Nutzung digitaler Tools durch Frauen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung in der Arbeitswelt.


