Steigende Arbeitslosigkeit in Österreich zum Jahresende 2025
Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt bleibt auch zum Jahresende angespannt. Die Arbeitslosigkeit steigt, besonders Frauen sind betroffen. Immer mehr Personen sind langzeitarbeitslos, hier gab es einen Zuwachs von 13,2 Prozent. Darüber berichtet Welt Stimme.
ÖSTERREICH. Die Wirtschaft im Land bleibt auch in der Vorweihnachtszeit träge und scheint nicht in die Gänge zu kommen. Laut den aktuellen Zahlen des Arbeitsministeriums beträgt die Arbeitslosenquote Ende November 7,5 Prozent. Mit 320.350 Betroffenen sind rund 16.000 mehr Menschen arbeitslos als im Vergleichszeitraum von 2024. Insgesamt waren Ende November 399.199 Personen entweder in AMS-Schulungen oder arbeitslos.
Die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg um 7,4 Prozent, während bei den Männern ein Anstieg von 3,5 Prozent zu verzeichnen war. Bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sowie bei Inländerinnen und Inländern ist der Anstieg nahezu identisch, mit 5,3 sowie 5,2 Prozent. Der Zuwachs bei Jugendlichen bleibt jedoch mit bloß 2 Prozent unter dem Durchschnitt.
Gleichzeitig wurde ein Zuwachs von rund 4.000 Beschäftigungsverhältnissen verzeichnet. Zusätzlich gibt es mit 95.472 Vormerkungen um 13,2 Prozent mehr Langzeitarbeitslose als im Vorjahr. Die offene Stellen hingegen gingen um 1,9 Prozent zurück.
Frauen im Fokus
Die Zahlen verdeutlichen, dass die Arbeitsmarktsituation in einigen Bereichen, besonders für Frauen, schwierig ist. Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) erklärte, dass das Arbeitsmarktservice (AMS) jährlich 670 Millionen Euro bereitstellt, um mit Maßnahmen und Unterstützung gegenzusteuern. „Der neue AMS-Gleichstellungsziele-Monitor macht klar: Diese Investitionen verbessern nicht nur Einkommen, sondern stärken auch die Gleichstellung am Arbeitsmarkt. Frauenförderung wirkt – und sie wirkt nachhaltig“, so die Ministerin.
Die Ergebnisse des Monitors belegen, dass die Arbeitsmarktsituation von Frauen sich verbessert, wenn sie an AMS-Programmen teilnehmen. Besonders betont wird das Fachkräftestipendium. „Nach Abschluss der Ausbildung erzielten Frauen im Durchschnitt eine monatliche Einkommenssteigerung von rund plus 600 Euro“, heißt es in der Aussendung des Ministeriums.


