KSV1870 Insolvenzstatistik zeigt Entwicklung im Bezirk Rohrbach: Bei den Unternehmensinsolvenzen gab es einen Anstieg von 6,7 Prozent, Privatinsolvenzen sind um 36,4 Prozent gestiegen.
BEZIRK ROHRBACH. Im Jahr 2025 wurden im Bezirk Rohrbach insgesamt acht Insolvenzverfahren eröffnet, was einem Rückgang von vier Verfahren oder 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zugleich wurden acht weitere Insolvenzanträge aufgrund fehlender Mittel abgewiesen, da die betroffenen Unternehmen nicht einmal 4.000 Euro zur Deckung der Gerichtskosten aufbringen konnten. Darüber berichtet Welt Stimme.
„Nachdem zu lange mit dem Insolvenzantrag zugewartet wurde, müssen diese Unternehmen liquidiert werden. Die Rechnung für die Konkursabweisungen begleichen Gläubiger und Steuerzahler. Oftmals auch die Schuldner selbst, da sie ohne ordnungsgemäße Abwicklung weitere Schulden anhäufen und sich in immer höhere Verbindlichkeiten verstricken“, erläutert Astrid Aiglsdorfer, Insolvenzreferentin des KSV1870 am Standort Linz.
Angespannte Lage im Bezirk Rohrbach
Im Jahr 2025 wurden 15 Privatkonkurse über Bewohner des Bezirks eröffnet, was einen Anstieg von vier Fällen gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung der Privatpleiten im Bezirk liegt über dem oberösterreichweiten Trend, der beim Plus von rund 3,2 Prozent auf insgesamt 1.289 Fälle ist, gegenüber 1.249 im Jahr 2024.
„Die Rohrbacher Privathaushalte sehen sich mittlerweile seit geraumer Zeit mit hohen finanziellen Belastungen konfrontiert. Das generell hohe Preisniveau spielt eine wesentliche Rolle. Viele Menschen geraten daher zusehends in eine finanziell prekäre Lage“, so Aiglsdorfer. Sie weist auf die Prognose hin, dass sich die finanziell angespannte Lage für viele im Bezirk Rohrbach lebende Menschen in den kommenden Monaten kaum entspannen wird. „Insofern müssen wir mit einer Zunahme bei den Privatkonkursen rechnen, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte“, resümiert die Insolvenzreferentin. Ob dies tatsächlich der Fall sein wird, hänge unter anderem auch von den Entwicklungen am Arbeitsmarkt ab.


