Gegenteiliger Trend der Arbeitslosigkeit im Bezirk Waidhofen/Thaya
Ende August 2026 waren im Bezirk Waidhofen/Thaya 491 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet. Im Gegensatz zum Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bundesland Niederösterreich zeigt der Bezirk einen Rückgang.
Die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Palisek-Zach, erläutert, dass die Arbeitslosigkeit im gesamten Bundesland im Vergleich zum August des Vorjahres um 6,8 Prozent gestiegen ist, während sie im Bezirk um 1,6 Prozent gesunken ist.
Bei Frauen stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent, während bei Männern ein Rückgang um 3,3 Prozent verzeichnet wurde. Positiv ist der Rückgang der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen um 13 Prozent. Bei den Erwachsenen im Haupterwerbsalter (25-49 Jahre) fiel die Arbeitslosigkeit um 0,4 Prozent, während die Gruppe der 50-Jährigen und älteren einen Anstieg von 1,5 Prozent erfuhr.
Lehrstellenmarkt im Blick
Im Juli und August sind traditionell die meisten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden registriert. Derzeit sind es 32, was einem Anstieg von 18,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Palisek-Zach betont, dass es wichtig ist, Jugendliche zu einem Lehrabschluss zu ermutigen und Alternativen wie die Überbetriebliche Lehre anzubieten. Im September beginnen Lehrgänge mit insgesamt 985 Plätzen in überbetrieblichen Lehrwerkstätten.
Lehrstellenangebot nicht ausreichend
Im AMS Waidhofen/Thaya haben 32 Lehrstellensuchende die Möglichkeit, aus zehn sofort verfügbaren Lehrstellen zu wählen. Dies zeigt einen signifikanten Überhang an Suchenden im Verhältnis zu den freien Stellen.
In diesem Jahr haben bereits 28 junge Menschen, die beim AMS Waidhofen/Thaya auf Lehrstellensuche waren, einen Lehrplatz oder Arbeitsplatz gefunden. Dies entspricht einem Anstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Einordnung
Im Bezirk Waidhofen/Thaya sinkt die Arbeitslosigkeit entgegen dem landesweiten Trend, wobei insbesondere die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen erfreulich zurückgeht. Gleichzeitig bleibt der Lehrstellenmarkt angespannt, was auf eine wachsende Diskrepanz zwischen bieten Lehrstellen und Suchenden hinweist.


