Die Arbeitslosigkeit im Pinzgau ist Ende Jänner leicht zurückgegangen: Mit einer Quote von 5,1 Prozent liegt der Bezirk Zell am See knapp unter dem Vorjahreswert und auch unter dem Landesschnitt. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Bezirk Zell am See weist Ende Jänner eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent auf, was einem Rückgang von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Salzburg beträgt die Quote derzeit 5,2 Prozent, während sie auf Bundesebene bei 8,8 Prozent liegt. Die veröffentlichten Zahlen sind vorläufig und die endgültigen Daten werden Mitte des Monats erwartet. Laut AMS Zell am See waren Ende Jänner insgesamt 2.298 Personen arbeitslos gemeldet, davon 472 Frauen und 1.826 Männer. Dies entspricht einem Rückgang von neun Personen oder 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Aktuell verfügen 1.440 Personen über eine akzeptierte Einstellungszusage. Im Laufe des Monats wurden 1.123 neue Arbeitslosmeldungen registriert, was einen Rückgang von 107 Personen oder 8,7 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres bedeutet. 478 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch den Eintritt in eine neue Anstellung beenden. „Das Minus bei den Zugängen in die Arbeitslosigkeit sowie die leicht gesunkene Arbeitslosenquote sind sehr erfreulich und resultieren aus den Rückgängen im Baugewerbe,“ äußerte sich Geschäftsstellenleiterin Karin Eiwan.
Weiterhin angespannte Situation für bestimmte Gruppen
Für einige Personengruppen bleibt die Situation jedoch angespannt. Besonders ältere Menschen und Langzeitarbeitslose sind stark betroffen, zumal das Angebot an offenen Stellen zurückgeht. Die Zahl der Arbeitslosen ab 60 Jahren stieg um 21 auf insgesamt 121 (+21,0 Prozent). Zudem erhöhte sich die Anzahl der Personen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind, um 46 auf 174 (+35,8 Prozent).
Stellenmarkt unter Druck
Der Bestand an sofort verfügbaren Stellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 160 auf 766 gesunken, was einem Rückgang von 17,3 Prozent entspricht. Auch die neu gemeldeten offenen Stellen zeigen einen deutlichen Rückgang: mit 660 Stellen wurden um 161 weniger gemeldet als im Januar des Vorjahres (minus 19,6 Prozent). „Wir verlieren derzeit Stellen in allen Branchen,“ informierte Karin Eiwan.
Der Lehrstellenmarkt
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist um neun Personen oder 20,5 Prozent auf 35 gesunken. Gleichzeitig stehen aktuell 114 sofort verfügbare offene Lehrstellen zur Verfügung, was einem Rückgang um 37 oder 24,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
„Die angekündigte Akquise von offenen Lehrstellen zeigt bereits erste positive Ergebnisse. Die Beraterinnen und Berater des Service für Unternehmen konnten bisher über 100 Lehrstellen von den Pinzgauer Betrieben akquirieren,“ freute sich die Arbeitsmarktexpertin.


