Im neuen Gemeindebau in der Hietzinger Opitzgasse sollte ursprünglich eine Billa-Filiale eröffnet werden. Seit Monaten bleibt das Geschäftslokal jedoch leer, was Fragen zur Umsetzung aufwirft.
WIEN/HIETZING. Ein großes Plakat vor dem neuen Gemeindebau in der Opitzgasse 29A verkündet optimistisch: „Hier entsteht mein neuer Billa“. Diese Ankündigung besteht bereits seit geraumer Zeit. Kurz vor der Schlüsselübergabe an die neuen Bewohner Ende Februar wurde bekannt, dass eine Filiale der Supermarktkette in das Erdgeschosslokal einziehen sollte.
In dem Bezirk am Küniglberg gibt es seit zehn Jahren keinen Supermarkt, weshalb die Nachricht von einem neuen Betreiber erfreulich aufgenommen wurde. Dennoch ist seit dieser Mitteilung keine Fortschritte zu erkennen, und die knapp 300 Quadratmeter große Verkaufsfläche steht nach wie vor leer.
Lokal zu vermieten
Während das besagte Plakat weiterhin die Ankunft des Supermarkts ankündigt, prangt auf einer Fensterscheibe des leeren Lokals ein ganz anderes Angebot: „Lokal/Büro/Ordination zu vermieten“, wirbt die Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft (Gesiba). Ein QR-Code führt zu einer Informationsseite über das Lokal in der Opitzgasse 29A, das offenbar noch zur Vermietung steht.
Die Anwohner sind zunehmend frustriert, da Ungewissheit darüber herrscht, ob tatsächlich ein Supermarkt einziehen wird. Herr Ehringer, ein Anwohner, äußerte sich kürzlich verärgert: „Es ist unerträglich, dass hier seit so langer Zeit kein Nahversorger vorhanden ist.“ Trotz mehrfacher Kontaktaufnahmen mit Verantwortlichen habe er keine konkreten Informationen erhalten.
Unterschrift fehlt
Auf die Nachfrage von Medien blieb die Antwort des Rewe-Konzerns, zu dem auch Billa gehört, vage. Man könne das „grundsätzliche Interesse“ an diesem Standort bestätigen, jedoch müsse das Unternehmen auf die vor Ort herrschenden Bedingungen reagieren. Was dies konkret bedeutet, bleibt ungewiss.
Aufschlussreicher war hingegen die Antwort der Gesiba. Diese erklärte, dass die Wiener Gemeindewohnungs-Baugesellschaft (Wigeba) „alle notwendigen Schritte gesetzt“ habe, um eine schnelle Umsetzung des Vorhabens zu ermöglichen und weiterhin bestrebt sei, den Abschluss der Vereinbarung zeitnah herbeizuführen. Eine bereits verhandelte Vereinbarung liege „seit einiger Zeit“ unterschriftsreif beim Rewe-Konzern, dessen Rückmeldung bislang aussteht.


