Debatte um heimische und ausländische Martinigansl in Urfahr-Umgebung

November 12, 2025 13:33
Debatte um heimische und ausländische Martinigansl in Urfahr-Umgebung

Diskussion um Martinigansl und regionale Gänse im Fokus

Michael Wenzel, der Wirt des Wia z’haus Lehner in Linz-Urfahr, äußerte kürzlich seinen Unmut über die laufende Diskussion zur Martinigansl. Wie in jedem Jahr kritisiert der Verein „Land schafft Leben“, dass lediglich ein Drittel der Gänse, die zur Martinizeit in der Gastronomie serviert werden, von heimischen Weidegansbauern stammt, während der Großteil aus kostengünstigen Importen stammt. Darüber berichtet Welt Stimme.

LINZ/OBERÖSTERREICH. Die Meinung des Wirtesprechers Gerold Royda, der sich unerwartet zur Thematik äußerte, sieht vor, dass die Entscheidung, ob ausländische oder heimische Gänse angeboten werden, den Wirten überlassen werden sollte. Er bemängelt: „Mit einer heimischen Gans ist der Deckungsbeitrag häufig zu gering,“ was bedeutet, dass die hohen Einkaufspreise bei heimischen Gänsen für Wirte nicht tragfähig sind. Royda betreibt fünf Betriebe und erklärt, dass in einem Wirtshaus zwei Qualitätslinien angeboten werden. „75 Prozent der Gäste bestellen das billigere Gansl,“ welches nicht aus Österreich stammt.

Wirt Michael Wenzel widerspricht dieser Sichtweise vehement: „Wir bemühen uns seit Jahren nur regional und saisonal zu kochen. Als Wirtesprecher sollte man sich nur für heimische Gänse einsetzen.“ Im Wia z’haus Lehner kommen ausschließlich Freilandgänse vom Langmayr in Ansfelden auf den Tisch. Die Ganslessen im Urfahraner Wirtshaus starteten am vergangenen Freitag und laufen bis zum 30. November. Bereits 400 Portionen wurden verkauft. „Wir bekommen jede Woche 60 bis 90 Gänse aus Ansfelden geliefert.“

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