Großes Windkraftprojekt in Sandl geplant
In Sandl wird mit 19 Windrädern das größte Windkraftprojekt in Oberösterreich realisiert. Die Energie AG hat Interesse an einer 30-prozentigen Beteiligung an dem Projekt bekundet.
Der geplante Windpark in Sandl wird eine Leistung von 137 Megawatt erbringen und soll die Stromversorgung von bis zu 108.000 Haushalten sichern. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 260 Millionen Euro. Das Projekt befindet sich seit November 2024 im Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP). Die Windenergie Sandl GmbH gehört jeweils zur Hälfte Benno Czernin-Kinsky, auf dessen Grundstück der Windpark errichtet werden soll, und Benedikt Traun, einem Forstwirt und Windkraftbetreiber aus Niederösterreich. Der Anteil der Energie AG soll fünf Millionen Euro kosten; ihr Vorstand hat dem Aufsichtsrat die Beteiligung vorgeschlagen, welcher am 29. September entscheiden wird.
Zusätzlich verfolgt die Energie AG ein weiteres Windkraftprojekt im Kobernaußerwald, wo neun Windkraftanlagen entstehen sollen.
Kritik an Windkraft-Ausschlusszone
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder äußerte am 24. September Kritik an der geplanten Beteiligung der Energie AG. Er fordert von Markus Achleitner, dem Wirtschafts- und Energielandesrat sowie Aufsichtsratsvorsitzenden der Energie AG, eine Erklärung zur Windkraft-Ausschlusszone in Sandl. Kaineder betont, die Pläne der Energie AG stünden im Widerspruch zu den Bestrebungen, Windkraft in der Region zu verhindern. Er fordert Achleitner auf, die Verbotszonen zu streichen und die Windkraftinitiativen zu unterstützen, um die wirtschaftlichen Perspektiven Oberösterreichs zu wahren.
Einordnung
Die geplante Beteiligung der Energie AG am Windpark in Sandl könnte zu einem Umdenken in der regionalen Energiepolitik führen. Ein erfolgreicher Start des Projekts würde nicht nur die Stromversorgung verbessern, sondern auch die Diskussion um Windkraftnutzung in Oberösterreich maßgeblich beeinflussen.


