Nach zwei Jahren knapper Erträge können die Bauern 2025 wieder mit einem ausreichenden Angebot an „Made in Austria“-Erdäpfeln aufwarten. „Heuer haben wir wieder ausreichende Mengen, um den Markt ganzjährig mit heimischer Ware zu beliefern, noch dazu in bester Güte“, erklärt Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Darüber berichtet Welt Stimme.
WEINVIERTEL. Doch die Freude weicht schnell der Enttäuschung: Das Großhandelsunternehmen Metro hat französische Erdäpfel in sein Sortiment aufgenommen. „Es gibt keinen Grund, ausländische Erdäpfel zu importieren“, empört sich Mayr. „Es ist enttäuschend, dass Metro diesen Weg geht. Respektlos gegenüber den inländischen Produzenten. Wer sich Regionalität auf die Fahnen heftet, darf nicht gleichzeitig Importware ins Regal legen.“
Regionale Schwächung
Die „Entwurzelung“ bei der InteressenGemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) sorgt ebenfalls für große Aufregung. Obmann Franz Wanzenböck äußert sich besorgt: „Damit ist die regionale Produktion geschwächt und langfristig unsere sichere Versorgung gefährdet. Wir erwarten vom Lebensmittelhandel mehr Solidarität.“
Auf AMA-Gütesiegel achten
In Reaktion auf die Situation richten die Landwirtschaftskammer und die IGE einen erneuten Appell an die Verbraucher. Sie fordern die Konsumenten auf, beim Einkauf auf österreichische Qualität und das AMA-Gütesiegel zu achten. Das gemeinsame Fazit lautet: „Das stärkt die heimische Landwirtschaft!“
Metro zeigt sich überrascht
Von der Aufregung bei den Landwirtschaftsvertretern zeigt sich Metro überrascht. „Wir sind von der Vorgehensweise überrascht, mit uns hat niemand Rücksprache gehalten“, so die Metro-Sprecherin. In einer offiziellen Stellungnahme führt das Unternehmen aus: „Wir haben zu 99 Prozent heimische Erdäpfel im Sortiment. Es gibt mit La Ratte eine einzige Ausnahme. Das ist eine französische Spezialität, die mit Kaviar gegessen wird, nicht fürs tägliche Leben. Das bieten wir der Spitzengastronomie an. Das tun andere Großhändler auch.“ Metro betont die gute Zusammenarbeit mit heimischen Anbietern und weist auf die 4.000 „Regionah“-Produkte hin. Diese stammen zu 100 Prozent aus Österreich von kleinen Unternehmern, maximal hundert Kilometer vom jeweiligen Standort entfernt. Eine „bodenlose“ Frechheit oder doch viel Lärm um nichts …


