EU verpflichtet WhatsApp zur kostenlosen Einspeisung konkurrierender KI-Anbieter

Juni 10, 2026 05:11
EU verpflichtet WhatsApp zur kostenlosen Einspeisung konkurrierender KI-Anbieter

EU-Kommission zwingt WhatsApp zur Wiederzulassung von KI-Assistenten

Die EU-Kommission hat den Messengerdienst WhatsApp dazu verpflichtet, KI-Assistenten anderer Anbieter in der Europäischen Union wieder kostenlos zuzulassen. Der Mutterkonzern Meta muss diese Maßnahmen innerhalb von fünf Werktagen umsetzen.

Die EU-Kommission befürchtet, dass die Weigerung, den Zugang zu diesen KI-Assistenten zu gewähren, einen ernsthaften und nicht wieder gutzumachenden Schaden für den Wettbewerb im Markt für universelle KI-Assistenten verursachen könnte. Dies könnte insbesondere kleineren Anbietern und neuen Marktteilnehmern die Möglichkeit nehmen, etablierte Unternehmen herauszufordern.

EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte, dass WhatsApp für KI-Unternehmen ein bedeutender Zugangspunkt zu Verbrauchern in Europa sei. Die Entscheidung der Kommission soll sicherstellen, dass die Bürger in Europa weiterhin die Wahlfreiheit haben, welche KI-Assistenten sie zusammen mit WhatsApp nutzen möchten. Die Untersuchung zu diesem Fall läuft seit Dezember 2025 und ist noch nicht abgeschlossen.

Der Hintergrund der Maßnahmen liegt in Metas Entscheidung aus dem vergangenen Oktober, Drittanbietern den Zugang zu Schnittstellen zu sperren, die zur Verknüpfung von Diensten mit WhatsApp erforderlich sind. Die EU-Kommission stellte fest, dass dies den Nutzern ausschließlich Metas eigene KI („Meta AI“) zur Verfügung stellt.

Einordnung

Die Entscheidung der EU-Kommission erfordert von Meta, den Zugang zu KI-Assistenten unter denselben Bedingungen wiederherzustellen wie vor dem 15. Oktober 2025. Für einen Verstoß drohen dem Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Gesamtumsatzes des vorhergehenden Geschäftsjahres sowie tägliche Zwangsgelder von bis zu fünf Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes.

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