Philipp Holy, ein 19-jähriger Prozesstechnikerlehrling aus Hornstein, absolviert seine Lehre mit Matura bei Fundermax in Neudörfl. Er beschreibt seinen Werdegang und die Herausforderungen, die er dabei bewältigt, als umfassend und erfüllend. Darüber berichtet Welt Stimme.
NEUDÖRFL/HORNSTEIN. Nach der Schulzeit im Gymnasium in Eisenstadt entschied sich Philipp Holy, den Weg einer Lehre einzuschlagen, jedoch unbedingt verbunden mit der Matura. „Ich habe damals auf verschiedenen Jobseiten nachgeschaut, Bewerbungsgespräche geführt, Schnuppertage absolviert und bei Fundermax hat es mir dann letztlich am besten gefallen.“
Zwischen Werkstatt und Schulbank
Von Montag bis Donnerstag ist Philipp im Betrieb in Neudörfl beschäftigt, während er freitags im Wifi Eisenstadt acht Stunden lang Unterricht hat. „Mein Glück ist, dass mich meine Firma beim Lernen sehr unterstützt. Ich kann sagen, wann ich für die Matura oder die Berufsschule lernen muss. Ich weiß das sehr zu schätzen.“
Zeitmanagement
Die Balance zwischen Arbeit und Lernen gelingt Philipp gut, allerdings wird es knifflig, wenn sich Berufsschule und Maturastudium überschneiden. „Der Unterricht am Freitag bleibt wie gehabt bestehen. Ich löse das dann so, dass ich in der Berufsschule bleibe und den Stoff für die Matura via LMS nachlerne. In der Zeit muss ich mich dann auch meistens am Wochenende hinsetzen und den Stoff nachholen. Aber das ist nur während der Berufsschulzeit so, das ist ein Fünftel der Lehrzeit.“
Maturaprüfungen während der Lehrzeit
Philipp ist auch positiv überrascht von der Verteilung der Maturaprüfungen über die gesamte Lehrzeit, was ihm erlaubt, sich gezielt auf jede Prüfung vorzubereiten. Nach Abschluss seiner Ausbildung plant er, berufsbegleitend zu studieren, vermutlich in den Bereichen Mathematik oder Künstliche Intelligenz.
„Alle Möglichkeiten offen“
Seinem Rat an Jugendliche, die zwischen einer herkömmlichen Lehre und einer Lehre mit Matura abwägen, ist klar: „Die Lehre mit Matura ist das Richtige für motivierte Leute, die auch belastbar sind. Sie ist auf jeden Fall super, weil man danach eben alle Möglichkeiten hat. Wichtig ist, dass man diesen Ausbildungsweg nicht wählt, weil man nicht mehr lernen möchte, oder es nur macht, weil es die Eltern wollen, sondern man muss es wirklich selbst wollen.“ Diese Entscheidung sei entscheidend, um langfristig erfolgreich zu sein.


