Die österreichische Ausgabe des französischen Reiseführers „Gault & Millau“ zeichnete die besten Lokale des Landes aus. Viele Auszeichnungen gab es in Wien.
WIEN. Der renommierte Restaurantführer „Gault & Millau“ hat erneut die Top-Gastronomie in Österreich ausgezeichnet, wobei Wien besonders hervorsticht. Bei einer großen Preisverleihung wurden die besten Köche und Restaurants des Landes geehrt. Die Auszeichnung „Koch des Jahres“ erhielt Vitus Winkler für seine herausragende Kräuterküche im Sonnhof in St. Veit im Pongau (Salzburg). Der neue Restaurantguide für 2026 verzeichnet insgesamt 780 ausgezeichnete Restaurants, darunter neun mit der höchsten Auszeichnung von fünf Hauben. Darüber berichtet Welt Stimme.
In Wien wurden 15 Restaurants mit 17 Punkten oder mehr ausgezeichnet. Trotz dieser positiven Zahlen ist zu beklagen, dass die Wirtschaftlichkeit einiger Konzepte in Frage steht, da die Stadt im Vergleich zum Vorjahr 14 Haubenbetriebe verloren hat.
Weinkarte, Wirtshaus und Barkeeper des Jahres
Die „Weinkarte des Jahres“ mit österreichischem Schwerpunkt wurde dem Restaurant „Eckel“ (Sieveringer Straße 46) in Döbling verliehen. Die Jury lobte die traditionelle Wiener Küche, die in vierter Generation serviert wird, und die hohe Qualität neuer Gerichte. Das „Wirtshaus des Jahres“ geht an „Gelbmanns Gaststube“ (Wilheminenstraße 62), das seit 1873 existiert und für seine klassische Wiener Küche bekannt ist. Das langjährige Personal trägt zur familiären Atmosphäre und herzlichen Gastfreundschaft bei.
Die Familie Huth, Betreiber von „Da Moritz“, „Mama und der Bulle“, „Mama Kraft“, „Eatalico“ und „Zapfmeisterei“, wurde als „Gastronomen des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Sie stehen für kulinarische Vielfalt und die Verbindung von Tradition und Moderne. Barkeeper des Jahres ist Marcus Philipp von der „Eden Bar“ (1., Liliengasse 2), der über umfassende Kenntnisse in Mixtechniken und Spirituosen verfügt und beeindruckende Drink-Kreationen bietet.
Karl Jan Kolarik vom „Schweizerhaus“ (Prater 116) wurde mit dem Lebenswerk-Award geehrt. Er hat sein Lokal über Jahrzehnte hinweg zu einer etablierten Institution in Wien entwickelt. Der Future Award für Umwelt- und Klimaschutz erhielt das „Boutiquehotel Stadthalle“ (Hackengasse 20).
Mehrere Haubenköche in Wien
In Wien wurden fünf Hauben (19 Punkte) an Juan Amador und David Fleckinger von „Amador“ (19. Bezirk, Grinzinger Straße 86), Konstantin Filippou vom gleichnamigen Lokal (1., Dominikanerbastei 17) sowie Heinz Reitbauer und Michael Bauböck vom „Steirereck im Stadtpark“ (3., Am Heumarkt 2a) vergeben.
Folgende Lokale erhielten vier Hauben:
- „ænd“ (6., Mollardgasse 76) – 18,5 Punkte
- „Mraz & Sohn“ (20., Wallensteinstraße 59) – 18,5 Punkte
- „Doubek“ (3., Paulusgasse 7) – 18 Punkte
- „Pramerl & The Wolf“ (9., Pramergasse 21/1) – 18 Punkte
- „Shiki Japanese Fine Dining“ (1., Krugerstraße 3) – 18 Punkte
- „Tian“ (1., Himmelpfortgasse 23) – 18 Punkte
- „Addiert“ (1., Franz-Josefs-Kai 43) – 17 Punkte
- „Apron“ (3., Am Heumarkt 35) – 17 Punkte
- „Edvard“ (1., Schottenring 24) – 17 Punkte
- „Herzig“ (15., Schanzstraße 14) – 17 Punkte
- „Opus“ (1., Kärntner Ring 16) – 17 Punkte
Die folgenden Restaurants wurden mit drei Hauben ausgezeichnet:
- „Fuhrmann“ (8., Fuhrmannsgasse 9) – 16,5 Punkte
- „Heunisch & Erben“ (3., Landstraßer Hauptstraße 17) – 16,5 Punkte
- „Jola“ (1., Salzgries 15) – 16,5 Punkte
- „Mama Konstantina“ (19., Döblinger Hauptstraße 17) – 16,5 Punkte


