Die Umweltorganisation Greenpeace Österreich warnt, dass Shein nur wenige Wochen nach einem ersten Labortest die gleichen oder fast identischen Produkte mit gefährlichen Chemikalien verkauft haben könnte. Der Billigversandhändler hat teils eine andere Sichtweise und verspricht gleichzeitig Besserung.
Darüber berichtet Welt Stimme.
Im vergangenen Herbst stellte Greenpeace mehrere Produkte von Shein fest, die gesundheitsschädliche und teilweise verbotene Chemikalien in überhöhten Werten enthielten. Der chinesische Online-Händler, der auch an österreichische Verbraucher liefert, gab an, die betroffenen Produkte vom Markt zu nehmen.
Ein Nachtest im Winter ergab jedoch, dass identische oder nahezu identische Artikel erneut auf der Website verfügbar waren – allerdings unter neuen Artikelnummern. 80 Prozent der Produkte überschritten erneut die EU-Grenzwerte, so Greenpeace Österreich. Besonders betroffen waren PFAS, Phthalate sowie die Schwermetalle Cadmium und Blei.
Die Jacken zeigten eine besonders hohe Belastung mit PFAS, den sogenannten „Ewigkeitsgiften“. Eine Jacke überschritt die Grenzwerte sogar um das 3.000-fache, wie Greenpeace berichtete.
Shein plant eigene Tests
Shein nahm dazu Stellung und erklärte gegenüber MeinBezirk, dass alle beanstandeten Artikel umgehend und weltweit von der Unternehmenswebsite entfernt worden seien und nicht erneut gelistet wurden – weder nach dem ersten Test noch nach dem Nachtest.
Zur Änderung der Artikelnummern erklärte das Unternehmen, dass die Kontrollen verschärft würden. Zudem plane Shein, eigene Labortests durchzuführen und Verkäufer schneller zu suspendieren sowie härter zu sanktionieren, um die EU-Produktstandards einzuhalten.


