Guest Mobility Ticket in Salzburg: Eine Bilanz nach der Einführung im Mai 2025

März 4, 2026 16:48
Guest Mobility Ticket in Salzburg: Eine Bilanz nach der Einführung im Mai 2025

Mit 1. Mai 2025 wurde das Guest Mobility Ticket nach einer erfolgreichen Testphase in den Tourismusregionen Fuschl, Wagrain und Kleinarl im gesamten Bundesland Salzburg eingeführt. Seither steht erstmals allen Übernachtungsgästen ein unkompliziert nutzbares Öffi-Ticket für das gesamte Bundesland zur Verfügung. Darüber berichtet Welt Stimme.

SALZBURG, WAGRAIN, KLEINARL, FUSCHL AM SEE. „Das Guest Mobility Ticket ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mobilität im ganzen Bundesland Salzburg. Durch die breite Nutzung kann bereits davon gesprochen werden, dass Emissionen in einer Größenordnung von knapp 40.000 Tonnen CO₂e vermieden werden, die sonst durch mehr als 160 Millionen Autokilometer entstehen würden. Davon profitieren unsere Regionen direkt: Weniger Verkehr, sauberere Luft und eine insgesamt höhere Lebensqualität für die Salzburgerinnen und Salzburger,“ sagt Johannes Gfrerer, Geschäftsführer der Salzburger Verkehrsverbund GmbH.

Über das Guest Mobility Ticket

Das Guest Mobility Ticket ermöglicht die Nutzung sämtlicher öffentlicher Verkehrsmittel im Bundesland – von Stadt- und Regionalbussen über S-Bahnen sowie Regional- und Fernverkehrszüge bis hin zum Mikro-ÖV-Angebot der Salzburger Verkehrsverbund GmbH. Mittels Pre-Check-In können Übernachtungsgäste das Ticket bereits für ihre Anreise innerhalb des Bundeslands Salzburg nutzen. Auch direkt vor Ort an der Rezeption lässt sich das Ticket unkompliziert im Hotel ausstellen. Die Gäste erhalten ihr Ticket entweder als PDF oder in einer Wallet-Version – ganz ohne zusätzliche App – und können es während der gesamten Dauer des Aufenthalts nutzen. Die Ausstellung des Tickets ist vollständig in das digitale Gästemeldewesen integriert. Auch Betriebe ohne eigene Hotelsoftware können das Guest Mobility Ticket schnell und einfach über eine Internetplattform ausgeben. Die Verbindung zum Gästemeldewesen bleibt dabei jederzeit gewährleistet.

Erfolgsmodell für nachhaltige Mobilität

Das Guest Mobility Ticket wird durch einen zweckgewidmeten Mobilitätsbeitrag von 0,50€ pro Nächtigung (ab 01. Mai 2027: 1,10 Euro) finanziert, welcher durch die Gäste während ihres Aufenthalts bezahlt wird. Bis zum 15. Februar 2026 wurden bereits über 3,9 Millionen Tickets mit insgesamt rund 17,4 Millionen Gültigkeitstagen ausgestellt.

„Das Ticket ist ein unschätzbarer touristischer Wettbewerbsvorteil für die Zukunft. Salzburg hat so ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und ist Vorbild für viele weitere Regionen in ganz Europa. Denn Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Mobilität werden zunehmend zum Buchungsargument. Mit dem Angebot hat sich Salzburg als Vorreiter im nachhaltigen Tourismus positioniert. Wir ermöglichen den Gästen, Salzburg stressfrei, komfortabel und umweltfreundlich zu erkunden. Zudem gelingt es uns so, den touristischen Individualverkehr auf die Öffis zu verlagern. Durch die Zweckwidmung der Mittel profitieren Gäste und Einheimische vom Mobilitätsbeitrag, da damit die Öffis für alle Regionen spürbar ausgebaut und verbessert werden. Durch die gewonnene Flexibilität der Gäste steigt auch die Nutzung des Freizeitangebots im gesamten Bundesland und damit die Wertschöpfung in den Regionen,“

so Landeshauptfrau Stellvertreter Stefan Schnöll.

Zahlen, Daten und Fakten

Eine besonders große Nachfrage der Tickets wurde in den Monaten August und Februar verzeichnet. Diese beiden Monate mit jeweils vier Millionen Nächtigungen stehen für etwa 28 Prozent aller Übernachtungen im Bundesland und unterstreichen die zentrale Rolle des Tickets in der Gästemobilität. Die Erhebung im Zeitraum Dezember 2025 bis Februar 2026 mit 6.530 Datensätzen ist die größte ihrer Art im österreichischen Tourismus und belegt: Mehr als die Hälfte aller Gäste, die Informationen zum Guest Mobility Ticket haben, reisen bereits mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Das Ticket motiviert 93 Prozent der Gäste zu Ausflügen mit dem Öffentlichen Verkehr vor Ort und erzeugt ein rechnerisches Jahreseinsparungspotenzial von 38.892 Tonnen CO₂e.

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