Hanns Stattmann skizziert klare Ziele für die neue Funktionsperiode und legt Schwerpunkte für Betriebe, Standort und Infrastruktur im Bezirk fest.
HERMAGOR. Zu Beginn des Gesprächs verdeutlicht der Wirtschaftskammerobmann Hanns Stattmann, in welche Richtung die Politik in der neuen Funktionsperiode gehen soll. „Für die kommende Funktionsperiode habe ich mir zum Ziel gesetzt, die Interessen unserer heimischen Betriebe klar, sachlich und mit Nachdruck zu vertreten. Gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten braucht es eine starke Stimme für die Wirtschaftstreibenden.“ Zu den größten Herausforderungen im Bezirk zählen steigende Kosten, zunehmende Regulatorik und der Fachkräftemangel. „Die wichtigsten Themen für unsere Unternehmen sind die steigenden Kosten, die zunehmende Regulatorik sowie die immer schwierigere Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Lehrlingen“, erläutert Stattmann. Zudem stünden wir im Bezirk vor einer demografischen Entwicklung: Weniger junge Menschen bedeuten langfristig weniger verfügbare Fachkräfte. „Darauf müssen wir uns strategisch einstellen.“ Darüber berichtet Welt Stimme.
Standort stärken
Ein zentrales Anliegen seiner Arbeit sei die umfassende Stärkung des Wirtschaftsstandortes. „Dazu gehört eine leistungsfähige Infrastruktur – von funktionierenden Verkehrsverbindungen wie dem Plöckenpass über einen attraktiven öffentlichen Verkehr bis hin zum konsequenten Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur“, erklärt Stattmann. Mobilität und digitale Anbindung seien entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus wolle er die Vernetzung im Bezirk weiter verstärken, indem Wirtschaft, Tourismus, Gemeinden, Verwaltung und Bildungseinrichtungen regelmäßig im Austausch stehen, um Zukunftsthemen frühzeitig anzugehen. Die Wirtschaftskammer könne in diesem Prozess moderieren und Lösungsansätze fördern.
Innenorte im Fokus
Stattmann beurteilt die Entwicklung im Tourismus, die für viele Betriebe von Bedeutung ist, positiv. Gleichzeitig sieht er Herausforderungen in den Ortskernen. „Die Belebung von Innenstädten und die Sicherung der Nahversorgung bleiben zentrale Themen“, betont der Unternehmer aus Hermagor. Er fügt hinzu: „Mir ist wichtig, keine kurzfristigen Schlagzeilen zu produzieren, sondern Schritt für Schritt Rahmenbedingungen zu verbessern, die langfristige Planungssicherheit ermöglichen.“


