Hochschule Burgenland veranstaltet bedeutende Konferenzen zur Planetary Health in Pinkafeld

September 19, 2025 19:02
Hochschule Burgenland veranstaltet bedeutende Konferenzen zur Planetary Health in Pinkafeld

Internationales Gesundheitsereignis in Pinkafeld: Verbindung von Gesundheit und Klimaschutz im Fokus

Unter dem Motto „Gesundheit für Mensch und Planet“ hat die Hochschule Burgenland in Pinkafeld hunderte Experten, Studierende und Fachleute versammelt. Der Anlass bestand aus der Jahrestagung des DACH-Netzwerks Gesundheitsförderung, der Premiere der Planetary Health Konferenz und der Präsentation der „Planetary Health Charta 2030“, verbunden mit der Verleihung des Health Research Awards. Die zentrale Fragestellung war: Wie können wir Gesundheit und Klimaschutz besser verbinden? Darüber berichtet Welt Stimme.

BURGENLAND/PINKAFELD. Von Mittwoch bis Freitag stand der Campus Pinkafeld im Zeichen der Planetary Health. Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten, wie Klimaschutz und Gesundheitsförderung effektiver miteinander verknüpft werden können. Die Veranstaltung begann am Mittwoch mit der Jahrestagung des DACH-Netzwerks Gesundheitsförderung, an der rund 120 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol teilnahmen und sich über die Gesundheitsauswirkungen des Klimawandels austauschten.

Am zweiten Tag fand die Premiere der Planetary Health Konferenz statt, die über 200 Gäste anzog. Renommierte Redner wie die Meteorologin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der BOKU Wien sowie der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien hielten inspirierende Keynotes. Die Teilnehmer arbeiteten in verschiedenen Sessions an konkreten Lösungen.

Ein Meilenstein für die Gesundheitsförderung

Der dritte Tag war gekennzeichnet durch die feierliche Präsentation der „Planetary Health Charta 2030“, die als strategischer Handlungsrahmen dient. Diese Charta zielt darauf ab, Klimakompetenz systematisch in die Ausbildung und Weiterbildung von gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen zu integrieren. Zahlreiche Hochschulen, Verbände und Organisationen haben die Charta unterzeichnet, die auf Samenpapier gedruckt ist und symbolisch zum Blühen anregen soll.

„Unser Ziel war es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Klimakompetenz im Gesundheitswesen zu schärfen und konkrete Maßnahmen für ein nachhaltiges Gesundheitssystem aufzuzeigen“, betonte Erwin Gollner, Leiter des Departments Gesundheit & Soziales.

Verleihung des Health Research Awards 2025

Am letzten Tag des dreitägigen Events wurde der Health Research Award verliehen, eine Auszeichnung für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich Gesundheitsmanagement, die innovative Lösungen im Kontext von Gesundheit und Nachhaltigkeit präsentieren. Insgesamt wurden zwölf Preise vergeben, sechs davon gingen an Absolventinnen der Hochschule Burgenland.

Die Preisträgerinnen der Hochschule Burgenland:

  • Beate Schwaiger (1. Platz, Kategorie Gesundheitsförderung): untersuchte, wie soziale Netzwerke den Stress beziehungsweise den Mental Load erwerbstätiger Mütter beeinflussen.
  • Anna-Maria Kölbl (1. Platz, Kategorie Gesundheitsversorgung): zeigt in ihrer Arbeit, wie Pflegefachkräfte mit Innovationsgeist und Unternehmertum die Zukunft der Gesundheitsversorgung mitgestalten.
  • Elisabeth Berger (1. Platz, Kategorie Klima & Gesundheit): befasste sich in ihrer Arbeit mit der Förderung von aktiver Mobilität im ländlichen Raum als zentrale Maßnahme gegen den Klimawandel und den Bewegungsmangel.
  • Nina Wallner (2. Platz, Kategorie Klima & Gesundheit): widmete sich der Frage, wie Unternehmen den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels begegnen und zugleich ihrer Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit gerecht werden können.
  • Miriam Dufek (3. Platz, Kategorie Klima & Gesundheit): analysierte den CO₂-Fußabdruck von Krankenhäusern und zeigt Wege zu mehr Nachhaltigkeit auf.
  • Christina Wiesenhofer (3. Platz, Kategorie Management im Gesundheitswesen): untersuchte, wie gesundheitsförderliche Führung Pflegekräfte stärkt.

Ein starkes Signal aus Burgenland

Alle drei Veranstaltungen wurden als Green Meeting nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens organisiert. Damit hat die Hochschule Burgenland ein klares Zeichen gesetzt: Gesundheit und Klima sind untrennbar miteinander verbunden.

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