Inflation in Österreich erreicht 3,5 Prozent im Juli, Raiffeisenbank sieht Risiken

August 2, 2025 08:13
Inflation in Österreich erreicht 3,5 Prozent im Juli, Raiffeisenbank sieht Risiken

Österreichische Inflation erreicht höchsten Stand seit April

Die Inflation in Österreich ist laut Schnellschätzung der Statistik Austria im Juli 2025 auf 3,5 Prozent gestiegen, was den höchsten Stand seit April dieses Jahres darstellt. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg sind die gestiegenen Energiepreise.

Im Vergleich zum Vormonat Juni, als die Inflationsrate bei 3,3 Prozent lag, führt die Verteuerung von Energie und Industriegütern zu anhaltenden Sorgen bei den Verbrauchern. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Energiepreise, die um 4,3 Prozent zulegten, während sie im Juni noch um 3,5 Prozent zunahmen. Dies betrifft hauptsächlich Erdgas und Heizöl, die im Juli weniger preisdämpfend wirkten als noch zuvor. Zusätzlich stiegen die Preise für Industriegüter, wie Kleidung, von 1,0 auf 1,4 Prozent. Die Dienstleistungen blieben der größte Treiber der Inflation mit einer konstanten Teuerungsrate von 4,5 Prozent. Die sogenannte Kerninflation, die sowohl Industrieprodukte als auch Dienstleistungen umfasst, liegt bei 3,3 Prozent. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) erzielte im Jahresvergleich ein Ergebnis von 3,6 Prozent, blieb jedoch im Monatsvergleich stabil.

Im Bezirk Horn wird die Entwicklung der Inflation aufmerksam beobachtet. Clemens Pfeifer, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Eggenburg, ruft zur Gelassenheit auf, sieht aber auch Risiken: „In der Größenordnung noch nicht schlimm. Man muss aber ein Auge darauf haben. Grund sind die Zölle, die treiben die Inflation in die Höhe.“ Geopolitische Spannungen und wirtschaftspolitische Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine, den USA oder Israel erschweren zudem zuverlässige Prognosen. Die Raiffeisenbank, die im Bezirk Horn mit elf Filialen vertreten ist, erwartet derzeit keine unmittelbaren Zinserhöhungen, weist jedoch auf potenzielle Entwicklungen hin: „Wenn sie dauerhaft wieder steigen sollte, könnte das zu steigenden Zinsen führen. Aber soweit ist es noch nicht“, so Pfeifer.

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