Die Inflation in Österreich ist im August 2025 laut Schnellschätzung auf 4,1 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit März 2024, wobei besonders Dienstleistungen, Energie und Lebensmittel die Preise deutlich antrieben. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im August 2025 hat die Inflation in Österreich deutlich zugelegt. Laut einer Schnellschätzung von Statistik Austria beträgt die Teuerungsrate 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies stellt einen Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber Juli 2025 dar und markiert den höchsten Inflationswert seit März 2024.
Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, erläutert: „Fast alle Ausgabengruppen haben zur aktuellen Teuerung beigetragen“. Besonders auffällig ist der Anstieg im Energiebereich, wo die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent gestiegen sind. Im Juli lag dieser Wert noch bei 4,2 Prozent. Hauptgründe sind steigende Strompreise und die geringeren dämpfenden Effekte bei den Treibstoffkosten.
Dienstleistungen und Lebensmittel treiben die Preise
Die gesamtwirtschaftliche Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), beträgt im August 2025 4,1 Prozent. Besonders stark zur Teuerung beigetragen haben Dienstleistungen, die im Jahresvergleich um 4,7 Prozent teurer wurden. Damit haben sie mit 2,24 Prozentpunkten über die Hälfte der gesamten Inflationsrate ausgemacht.
Die Preise für Nahrungsmittel, alkoholische Getränke und Tabakwaren sind ebenfalls beträchtlich angestiegen – um fünf Prozent, was 0,73 Prozentpunkte zur Gesamtinflation beiträgt. Darüber hinaus verteuerten sich Industriegüter, also Waren außerhalb der Lebensmittel- und Energiesektoren, um 2,1 Prozent, was 0,58 Prozentpunkte zur Inflationsrate beisteuert.
Wenn man nur die Preise für Dienstleistungen und Industriegüter betrachtet, ergibt sich die sogenannte Kerninflation, die im August 2025 bei 3,8 Prozent lag. Ihr Anteil an der Gesamtinflation beträgt 2,82 Prozentpunkte.
Endgültige Daten Mitte September
Die endgültigen Daten zum Verbraucherpreisindex für August 2025 werden am 17. September 2025 von Statistik Austria veröffentlicht. Die vorliegende Schnellschätzung basiert auf rund 80 bis 90 Prozent der erhobenen Preisdaten, die jedoch noch nicht vollständig geprüft wurden.


