Insolvenzverfahren gegen U-RENDER visual technology GmbH in Klagenfurt eröffnet

Oktober 31, 2025 14:32
Insolvenzverfahren gegen U-RENDER visual technology GmbH in Klagenfurt eröffnet

Der Alpenländische Kreditorenverband hat bekannt gegeben, dass am Landesgericht Klagenfurt ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der U-RENDER visual technology GmbH aus 9020 Klagenfurt – Lakeside B 06 eröffnet wurde.

KLAGENFURT. Das Verfahren betrifft einen Konkurs. Von der Insolvenz sind etwa 20 Gläubiger betroffen, jedoch keine Mitarbeiter. Laut Antrag ist das Unternehmen bereits geschlossen. „Ob ein Sanierungsplan beabsichtigt ist, ist derzeit nicht bekannt“, äußert der AKV.

Sanierungsplan 2022

Bereits im Jahr 2022 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet, in dem ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent beschlossen und 2023 bestätigt wurde. Dem Bericht des AKV zufolge konnten die vorgesehenen Zahlungen jedoch bisher nicht aufgebracht werden.

Förderungen verzögerten sich

Das Unternehmen, ein auf Softwareentwicklung spezialisiertes Technologie-Start-Up, hat über mehrere Jahre 3D-Softwareprodukte für professionelle Computer-Grafik-Anwendungen entwickelt. Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich durch Gesellschafterzuschüsse. Nach der Markteinführung Anfang 2020 brach laut AKV das Interesse infolge der Covid-19-Pandemie und des Ukrainekriegs ein, und zugesagte staatliche Förderungen verzögerten sich. Dadurch war die Schuldnerin im Oktober 2022 nicht mehr in der Lage, laufende Verbindlichkeiten zu bedienen.

„Ziele nicht mehr realisierbar“

Der AKV berichtet: „Zuletzt wurden erhebliche Bemühungen angestellt, um einerseits die bewilligten staatlichen Fördergelder zu erhalten und andererseits neue Investoren zu finden beziehungsweise den entwickelten Source Code zu verkaufen. Diese unter der neuen Geschäftsführung angestrebten Ziele sind mittlerweile jedoch leider als nicht mehr realisierbar anzusehen und zeigt sich zuletzt ein Bild einer insolvenzrechtlichen Überschuldung.“

Stundungen der Gläubiger

Die Zahlungsfähigkeit konnte bisher nur durch Stundungen der Gläubiger aufrechterhalten werden. Von einer Zahlungsunfähigkeit ist auszugehen. „Zudem ist mit einem quotenmäßigen Wiederaufleben der Forderungen aus dem genannten Insolvenzverfahren zu rechnen“, heißt es seitens des AKVs.

466.790 Euro überschuldet

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 476.140 Euro. Aktiva sind in der Größenordnung von 9.350 Euro vorhanden. Die Überschuldung errechnet sich somit mit 466.790 Euro.

Darüber berichtet Welt Stimme.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Weltspartag in Oberwart: Hohe Besucherzahlen bei Bankinstituten trotz Digitalisierung
Vorheriger artikel

Weltspartag in Oberwart: Hohe Besucherzahlen bei Bankinstituten trotz Digitalisierung

Brau Union erhöht Bierpreise um 3,2 Prozent ab 1. Dezember aufgrund gestiegener Kosten
Nächster artikel

Brau Union erhöht Bierpreise um 3,2 Prozent ab 1. Dezember aufgrund gestiegener Kosten

Nicht verpassen