Interview mit Christoph Paulweber: gesunde Konkurrenz zwischen Bergbahnen in Großarl und Gastein

Oktober 20, 2025 16:42
Interview mit Christoph Paulweber: gesunde Konkurrenz zwischen Bergbahnen in Großarl und Gastein

Wechsel in der Geschäftsführung der Großarler Bergbahnen

Der langjährige Vorstand der Salzburger Sparkasse, Christoph Paulweber, hat Anfang Oktober die Geschäftsführung der Großarler Bergbahnen übernommen. Darüber berichtet Welt Stimme.

GROSSARL. Christoph Paulweber, der über mehrere Jahrzehnte im Bankensektor tätig war, erklärt seinen Wechsel in die Seilbahnbranche. „Durch die Fusionierung der Sparkasse mit der Erste Bank braucht es nun keinen Vorstand in Salzburg mehr und ich sehe es als Chance, etwas Neues zu tun“, sagte Paulweber. Er war zuvor 24 Jahre lang bei der Sparkasse aktiv, davon 18 Jahre als Vorstand.

Paulweber fügte hinzu, dass er bereits vor seinem Amtswechsel mit den Seilbahnen verbunden war und in den letzten 15 Jahren auch in den Aufsichtsräten der Gasteiner- und Hochkönig Bergbahnen saß. „Als Geschäftsführer hat man natürlich noch einmal ganz andere Aufgaben als im Aufsichtsrat, aber es ist spannend und macht mir bisher viel Spaß“, so Paulweber.

Auf die Frage, warum gerade Großarl, erklärte er, dass er privat am Mondsee beheimatet sei, sich aber immer als Stadt-Salzburger sehe. „Inzwischen habe ich aber eine Möglichkeit, in Großarl zu übernachten, weil es doch eine weite Strecke zum Pendeln ist“, sagte er. Josef Gruber, der die Geschäfte interimistisch geleitet hatte, habe ihn angesprochen, als sein Vorgänger, Wolfgang Hofer, zurücktrat, was in seiner Situation perfekt gepasst habe.

Paulweber steht in seiner neuen Position vor neuen Herausforderungen, die sich stärker auf operative, technische, touristische und rechtliche Themen konzentrieren. „Sowohl Banken als auch Bergbahnen brauchen immer lokale Partner, mit denen sie zusammenarbeiten“, bemerkte er, während er feststellte, dass beide Branchen vor der Frage stehen, wie sie ihren Markt bearbeiten möchten.

Zur regionalen Verständigung äußerte Paulweber, dass er die meisten Ausdrücke bereits verstehe, jedoch einige neue Begriffe kennenlernen müsse. „Es gibt schon viele lokal unterschiedliche Ausdrücke, an die ich mich noch gewöhnen muss“, erklärte er.

Die Zusammenarbeit mit dem Nachbartal Gastein sieht er ebenfalls als wichtig an. „Natürlich sind wir in gewisser Weise Konkurrenten am selben Berg, und ich finde, eine gesunde Konkurrenz schadet auch nicht“, sagte Paulweber. Er betonte, dass es nun darauf ankomme, das eigene Angebot zu verbessern, was dem Gast zugutekommt. „Früher versuchten die Bergbahnen, den Gästen den Zugang zum anderen Skigebiet möglichst zu erschweren; diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.“

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