Kärntner Provisionsberater in Insolvenz: Klagenswert wegen Kundenverlust und gesundheitlicher Probleme

Jänner 13, 2026 09:08
Kärntner Provisionsberater in Insolvenz: Klagenswert wegen Kundenverlust und gesundheitlicher Probleme

Der Alpenländische Kreditorenverband hat bekannt gegeben, dass am Landesgericht Klagenfurt ein Insolvenzverfahren über das Vermögen eines selbstständigen Geschäftsfeldentwicklers auf Provisionsbasis für die Firma Ipackprofi d.o.o. & Co KG in 9431 St. Marein im Lavanttal eröffnet wurde.
Darüber berichtet Welt Stimme.

Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung

Das Verfahren ist als Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingestuft. Von der Insolvenz sind sechs Gläubiger betroffen. „Laut Insolvenzantrag ist die Fortführung des Betriebes sowie der Abschluss eines 20-prozentigen Sanierungsplanes beabsichtigt“, so der AKV.

Tätigkeit soll fortgesetzt werden

Der Schuldner ist in seiner Funktion als selbstständiger Geschäftsfeldentwickler für die Ipackprofi d.o.o. & Co KG tätig. Diese Tätigkeit soll auch nach der Insolvenzeröffnung im Rahmen der Betriebsfortführung weiter ausgeübt werden.

Probleme mit Mitgesellschaftern

Im Insolvenzantrag wird aufgeführt, dass Konflikte mit Mitgesellschaftern der Ipackprofi d.o.o., einem Unternehmen mit Sitz in Slowenien, zu Umsatzrückgängen sowie zusätzlichen finanziellen Belastungen geführt haben. Die Gesellschafter sollten als Betriebsnachfolger implementiert werden, sind jedoch letztlich aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Drei Monate im Krankenstand

Weitere Ursachen für den Vermögensverfall sind eine Niederlage bei zwei Projekten, namentlich Ausschreibungen der Post AG und der Stadt Wien, sowie erhebliche gesundheitliche und psychische Probleme, einschließlich Ermüdung und Depressionen. Diese Belastungen führten zu einem etwa dreimonatigen Krankenstand des Schuldners.

Verlust von Großkunden

„Das Unterliegen bei Ausschreibungen führte zum Verlust von zwei Großkunden, was einen Umsatzeinbruch von etwa 850.000 Euro für die Ipackprofi d.o.o. & Co KG zur Folge hatte und somit zur Zahlungsunfähigkeit beitrug“, erklärte der AKV.

Verbindlichkeiten und Überschuldung

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 95.500 Euro, während die Aktiva bei etwa 28.500 Euro liegen. Dies führt zu einer Überschuldung von rund 67.000 Euro.

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