Die KAGes setzt 2025 auf moderne Spitzenmedizin: Ambulanter und tagesklinischer Bereich wachsen um über 50 Prozent, innovative Versorgungsmodelle und Roboter-Chirurgie sorgen für noch patientenfreundlichere Behandlung.
STEIERMARK. Die KAGes blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit über zwei Millionen behandelten Fällen, rund 85.500 durchgeführten Operationen und etwa 2.600 Hubschrauberlandungen unterstreicht das Spitalsverbund die entscheidende Rolle seiner Einrichtungen für die Gesundheitsversorgung in der Steiermark. Über 19.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter rund 15.000 im medizinischen und pflegerischen Bereich, gewährleisteten an 365 Tagen eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung. Darüber berichtet Welt Stimme.
Besonders bemerkenswert ist die signifikante Steigerung der ambulanten und tagesklinischen Leistungen: Die Zahl der ambulanten Fälle stieg um 53 Prozent, während die tagesklinischen Behandlungen um 51 Prozent zunahmen. Im Jahr 2025 wurden etwa 1,8 Millionen Patienten ambulant und 210.000 stationär behandelt.
Weiterentwicklung mit Technologie
Innovative Versorgungsmodelle und die Digitalisierung prägen die Weiterentwicklung der KAGes. Das Projekt „integriertes Hometreatment in der Kinder- und Jugendpsychiatrie“ unterstützt über 50 Patientinnen in ihrer vertrauten Umgebung. Im telemedizinischen Programm HerzMobil wurden nahezu 500 Patienten mit Herzinsuffizienz intensiv betreut, während das digitale Rehabilitationsangebot mobiREM von circa 1.800 Patienten in Anspruch genommen wurde.
Moderne Technologien tragen ebenfalls zur Verbesserung der Patientenversorgung bei: Im Jahr 2025 wurden 1.615 Operationen mithilfe von Roboter-Chirurgie durchgeführt, was einer Steigerung von rund 150 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht. Außerdem investierten die Mitarbeiter*innen der KAGes insgesamt 812.460 Stunden in Aus- und Weiterbildung, was im Durchschnitt etwa 42 Stunden pro Person entspricht.
„Die Zahlen zum medizinischen Leistungsspektrum 2025 zeigen, wie konsequent sich die KAGes in Richtung einer modernen, patientenorientierten Versorgung weiterentwickelt“, stellten die KAGes-Vorstände Gerhard Stark und Ulf Drabek fest. „Dieses Ergebnis ist vor allem dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken, die tagtäglich Spitzenmedizin für die steirische Bevölkerung ermöglichen.“
Zahlen und Fakten im Überblick
- Top 3 der durchgeführten Operationen: Von den rund 85.500 Operationen waren die häufigsten Eingriffe Katarakt-Operationen (Grauer Star), gefolgt von Hüft-Endoprothesen-Implantationen und Karpaltunnelsyndrom-Operationen.
- Ambulant vor stationär: Ambulante Erstkontakte (+14 Prozent seit 2022) und tagesklinische Leistungen (+38 Prozent) nehmen weiterhin zu, während die stationären Aufenthalte pro Pflegeeinsatz leicht rückläufig sind – entsprechend den Vorgaben der Bundeszielsteuerung.
- Tagesklinische Versorgung: Operative, interventionelle sowie onkologische und hämatologische Behandlungen werden zunehmend tagesklinisch durchgeführt – mit Behandlungen am Tag und Rückkehr nach Hause am selben Tag.
- Kinder- und Jugendversorgung: Diese erfolgt hauptsächlich am LKH-Universitätsklinikum Graz sowie in Leoben und am LKH Graz II, Standort Süd. Seit 2022 gab es einen Rückgang der stationären Fälle um fünf Prozent, während die ambulanten Kontakte um zehn Prozent zunahmen.
- KJP-Hometreatment: Das neue wohnortnahe Versorgungsmodell der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde 2024 in Graz und Graz-Umgebung pilotiert und soll – abhängig von den Evaluierungsergebnissen – ab 2027 steiermarkweit ausgebaut werden.
- mobiREM: Seit Oktober 2023 wurden bis September 2025 insgesamt 1.781 Patient*innen im häuslichen Umfeld mobilisiert. Dieses Angebot hat sich in mehreren steirischen Regionen etabliert und wird 2026 um Vorau-Hartberg erweitert.


