Kastner & Öhler: Traditionskaufhaus in Graz weiterhin im Fokus
GRAZ. Das Traditionskaufhaus Kastner & Öhler gilt als unverzichtbarer Bestandteil der Grazer Innenstadt. Vorstand Martin Wäg, der das Unternehmen in fünfter Generation leitet, spricht im Rahmen eines Business Lunch über die Herausforderungen des stationären Handels, die Digitalisierung sowie zukünftige Projekte. darüber berichtet Welt Stimme.
Seit 152 Jahren zieht Kastner & Öhler Kundinnen und Kunden aus Graz und der Steiermark an. Das Unternehmen hat sich stets durch Innovationen ausgezeichnet, wie bereits vor Einführung gesetzlicher Regelungen die Gewährung von Sonntagsruhe und Weihnachtsgeld für Mitarbeitende. Jüngste Erfolge des Unternehmens umfassen den Umbau des Stammhauses in der Sackstraße und die Eröffnung einer Tiefgarage im Jahr 2003, die als Hotspot für das Einkaufserlebnis gilt.
„Der ‚Kastner‘, wie wir in Graz sagen, ist das Zugpferd der Innenstadt“, betont Wäg. „Wir fühlen uns stolz, Teil der Grazer DNA zu sein, was auch unsere Verpflichtung unterstreicht, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.“ Wäg kündigt die Eröffnung einer eigenen Schuhabteilung an und hebt hervor, dass Kastner & Öhler innovative Nutzungskonzepte, wie für das Jugendstilhaus in der Murgasse, umsetzt.
Auf Veränderungen im Einkaufsverhalten reagiert das Unternehmen mit Anpassungen und dem Ausbau der Home-Abteilung. „Die Entscheidung zur Schließung der Spielzeugabteilung fiel uns schwer, die Zahlen waren jedoch eindeutig“, erklärt Wäg. „Unser Sortiment für Kinder wird dennoch beibehalten.“
Der Schritt in den Online-Handel begann 2013, gefolgt von der Einführung einer App, die in Verbindung mit physischen Geschäften ein Omnichannel-Erlebnis bietet. „Es ist nicht nur entweder-oder, sondern sowohl-als-auch“, so Wäg. „Das Erlebnis, in die Stadt zu kommen, bleibt unersetzlich, doch die Online-Präsenz ist für uns entscheidend.“ Dadurch hat Kastner & Öhler nun auch einen Standort in Italien, Frankreich und Spanien eröffnet.
Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre strebt Wäg eine Verbesserung der Erreichbarkeit der Grazer Innenstadt an. „Die Wirtschaftsbedingungen sind angespannt, und wir müssen sicherstellen, dass die Innenstadt attraktiv bleibt“, sagt er. „Unsere Tiefgarage mit 750 Plätzen ist entscheidend für unseren Umsatz, denn 40 Prozent der Kunden, die dort parken, kaufen bei uns ein.“
Wäg sieht in der neuen Citymanagerin eine Möglichkeit, frischen Wind in die Innenstadt zu bringen. „Wir hoffen, dass diese mit ausreichend Mitteln ausgestattet wird, um unsere Projekte umzusetzen“, fügt er hinzu. „Wirtschaftliche Schwierigkeiten behindern uns, doch wir schauen optimistisch in die Zukunft.“
Bezüglich der kommenden Weihnachtszeit äußert Wäg seine Freude darüber, dass viele Menschen den Besuch bei Kastner & Öhler als Teil ihrer Tradition ansehen. „Wir werden weiterhin eine Balance zwischen stationärem Handel und Online-Präsenz finden müssen“, schließt er. „Ich hoffe, dass die kommenden Monate wirtschaftlich stabiler werden.“
Abschließend bietet Kastner & Öhler eine einmalige Einkaufserfahrung in Graz und passt sich den Veränderungen der Zeit an, um auch in Zukunft eine Schlüsselrolle im städtischen Einzelhandel zu spielen.


