Kaumberg erreicht als e5-Gemeinde einen Umsetzungsgrad von 51,5 Prozent und setzt damit ein starkes Zeichen im Klimaschutz.
KAUMBERG. Beim jährlichen Treffen des e5-Programms im Atrium Tulln kamen rund 90 Vertreter aus Gemeinden und der Energiebranche zusammen. Sie beschäftigten sich mit Neuerungen wie dem Speichermanagement und dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz.
Im Anschluss wurden 18 Gemeinden als Vorbilder ausgezeichnet. Alle teilnehmenden Kommunen bestanden die Qualitätsprüfung, obwohl die Anforderungen im letzten Jahr erheblich angezogen wurden. Damit festigt Niederösterreich seine Führungsrolle im e5-Programm. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der stellvertretende Landeshauptmann Stephan Pernkopf betonte die entscheidende Rolle lokaler Maßnahmen für die Energieunabhängigkeit, die Haushalte und regionale Unternehmen entlasten.
Kaumberg verfolgt eine klare Klimastrategie
Die Marktgemeinde Kaumberg hat über Jahre hinweg einen konsequenten Kurs in Richtung Energieautarkie eingeschlagen. Dies spiegelt sich im aktuellen e5-Ergebnis wider: 51,5 Prozent aller Maßnahmen sind umgesetzt, und die Gemeinde konnte ein weiteres „e“ erlangen.
Einer der Schwerpunkte liegt in der modernen Ausstattung öffentlicher Gebäude. Alle kommunalen Einrichtungen sind mittlerweile ölfrei. Das Bildungszentrum, das Schule, Kindergarten, Vereinszentrum und Feuerwehr beherbergt, wurde umfassend erneuert und an ein Biomasse-Nahwärmenetz angeschlossen.
Darüber hinaus hat Kaumberg seine Photovoltaikflächen erweitert, die Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie umgestellt und seit 2021 einen Elektro-Kleinbus für den Kindergarten und Dienstfahrten in Betrieb genommen. Mit diesen Initiativen demonstriert die Gemeinde, wie Klimaschutz im Alltag realisiert werden kann.
Niederösterreich bleibt ein Vorreiter
Seit dem Einstieg in das e5-Programm im Jahr 2010 hat Niederösterreich bedeutende Fortschritte erzielt. Die neuen Bewertungskriterien legen noch stärker Wert auf tatsächliche Verbesserungen in Bereichen wie erneuerbaren Energien, Sanierungen, Mobilität sowie dem Ausstieg aus Öl und Gas.
Laut der Expertin der Energie-Umweltagentur (eNu), Monika Panek, zeigen die Gemeinden trotz der erhöhten Anforderungen eine bemerkenswerte Stabilität und Engagement. Energieeffizienz sei ein grundlegendes Thema: Wer weniger Energie verbrauche, spare zudem Kosten. Für 2026 ist bereits eine weitere Erweiterung geplant, denn Zwettl wird neu in das Programm aufgenommen.
Weitere Informationen
Mehr über das e5-Programm und alle teilnehmenden Gemeinden:
e5-Gemeinden in NÖ


