Bio-Winzer Josef Umathum dringt auf eine gezielte Aufforstung in den Weingärten, um auf Hitze und Trockenheit zu reagieren. Der Winzer aus Frauenkirchen sieht die Branche nach eigenen Worten in einer besonders schwierigen Lage.
Dürre und Hitze hätten den Weinsektor heuer belastet und würden auch künftig Probleme machen, sagte Umathum. Für das Burgenland wird laut dem Beitrag heuer ein um rund 30 Prozent niedrigerer Ertrag wegen der Sommerhitze genannt.
Als Antwort empfiehlt Umathum, Weingärten mit Bäumen zu durchsetzen. „Wir müssen die Weingärten im Land mit zehntausenden Bäumen aufforsten, um zukünftig gegen Hitze und Dürre gerüstet zu sein“, sagte er.
Auf seinem eigenen Betrieb stehen inzwischen mehr als 1.000 Bäume und Sträucher. Genannt werden unter anderem Feldahorn, Mirabelle, Stachelbeere, Holunder und Schneeball.
Umathum beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit den 1990er-Jahren mit dem Thema. Er spricht angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit, neuer Krankheiten und steigender Kosten von „fünf vor zwölf“, zugleich aber noch von einer möglichen Gegensteuerung.
Der Winzer wirbt dabei für mehr Mischkultur im Burgenland: Schafe und Kräuter statt Monokultur, tief wurzelnde Reben statt Abhängigkeit von Bewässerung und mehr Zusammenarbeit statt Konkurrenz.


