Industrieunternehmen Keba setzt auf Innovation und Digitalisierung
Das Industrieunternehmen Keba, mit einem Umsatz von 544,4 Millionen Euro und 2100 Mitarbeitern in 28 Niederlassungen weltweit, sieht sich trotz herausfordernder wirtschaftlicher Bedingungen gut aufgestellt. Vorstandschef Christoph Knogler äußerte sich in einem Interview über Österreichs internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Rolle von Künstlicher Intelligenz und die Notwendigkeit, öffentliche Beschaffungen auf europäische Technologien zu konzentrieren.
Keba ist in vier Bereichen tätig: Industrieautomation, Handover-Automation, Energie-Automation und Keba Digital. In den letzten zwei Geschäftsjahren verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 8 und 6 Prozent, was maßgeblich auf die Diversifizierung in verschiedenen Branchen zurückzuführen ist. Knogler betont, dass Österreich über eine starke Forschung und Ausbildung verfügt, jedoch auch mit hohen Lohnstückkosten und Bürokratie kämpft. Keba generiert 90 Prozent seines Umsatzes international, behält aber 50 Prozent seiner Mitarbeiter in Oberösterreich.
Die Belegschaft in Oberösterreich soll trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen erhalten bleiben. Knogler bekräftigt, dass Keba weiter expandieren und am Standort festhalten wird. Die Mitarbeiter zeichnen sich durch hohe Identifikation mit dem Unternehmen und Anpassungsfähigkeit aus. Dies zähle ebenso zu den Vorteilen des Standortes wie die Innovationskraft, die Keba anstrenge, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Knogler sieht großes Potenzial im demografischen Wandel und der Anwendung Künstlicher Intelligenz. Europa, mit seinen insgesamt 450 Millionen Menschen, ist für KI-Anbieter ein bedeutender Markt. Keba hat eine Community namens „AI Insider“ geschaffen, um die Akzeptanz von KI im Unternehmen zu fördern. Der Einsatz von KI wird als Chance gesehen, die Effizienz zu steigern und Freiräume für weitere Investitionen zu schaffen.
Einordnung
Keba positioniert sich stark im internationalen Wettbewerb, indem es auf Forschung, Innovation und regionale Verankerung setzt. Dies könnte langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sichern und den Standort Oberösterreich stärken. Der Fokus auf europäische Technologien in der öffentlichen Beschaffung könnte zudem Sicherheitsaspekte berücksichtigen und die Abhängigkeit von internationalen Anbietern reduzieren.


