Bundesanpassung der Sanierungsoffensive fokussiert auf Kesseltausch
Österreichs Bundesregierung hat die „Sanierungsoffensive Neu“ ab sofort angepasst, wodurch die Förderung für thermisch-energetische Sanierungen entfällt. Stattdessen liegt der Schwerpunkt künftig auf dem Kesseltausch. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die „Sanierungsoffensive Neu“, die im November des letzten Jahres ins Leben gerufen wurde, beinhaltete ursprünglich zwei Förderinstrumente: den „Sanierungsbonus“ für die Verbesserung der Dämmung bestehender Gebäude sowie den „Kesseltausch“, der den Umstieg von fossilen Öl- und Gasheizungen auf umweltfreundlichere Systeme wie Wärmepumpen unterstützen sollte.
Aufgrund einer ungleichen Nachfrage und der damit verbundenen CO₂-Einsparungsbilanz beider Programme wird die Offensive nun umstrukturiert. Ab sofort sind Neuregistrierungen und Förderanträge ausschließlich für den Kesseltausch möglich, während bereits eingereichte Anträge für Dämmmaßnahmen von dieser Anpassung nicht betroffen sind.
Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) erläutert, dass die vorhandenen Mittel effizient auf CO₂-Einsparungen ausgerichtet werden müssen. „Deshalb setzen wir mit dem restlichen Jahresbudget einen klaren Schwerpunkt auf den Kesseltausch.“
Reduzierte Förderung steigert Effizienz
Seit dem Start der Initiative wurden Anträge in Höhe von rund 220 Millionen Euro gestellt. Insgesamt sind von 2026 bis 2030 jährlich 360 Millionen Euro für die „Sanierungsoffensive Neu“ eingeplant. Im vergangenen Jahr wurde die maximale Förderquote von 75 Prozent auf 30 Prozent gesenkt – dies führt zu einer höheren CO₂-Einsparung pro ausgegebenem Steuereuro.


