Köstlichkeiten aus Amstetten begeistern Fachwelt auf „Taste & Talk“ in München

März 6, 2026 20:39
Köstlichkeiten aus Amstetten begeistern Fachwelt auf „Taste & Talk“ in München

Drei Betriebe aus dem Bezirk Amstetten präsentierten sich bei Fachmesse „Taste & Talk“ in München

20 Partnerbetriebe der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ nahmen an der Fachveranstaltung „Taste & Talk“ in München teil. Das große Netzwerktreffen zwischen Bayern und Niederösterreich brachte regionale Spezialitäten einem internationalen Fachpublikum näher und förderte den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Produzenten und Vermarktern. Darüber berichtet Welt Stimme.

Mühle, Mostsommelier und Destillerie

Aus dem Bezirk Amstetten präsentierten sich die Rosenfellner Mühle aus St. Peter in der Au, der Mostsommelierbetrieb Haselberger aus St. Valentin und die Destillerie Farthofer aus Öhling. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont die hohe Qualität niederösterreichischer Produkte: „Die hohen Standards in Niederösterreich sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis der engagierten Arbeit unserer regionalen Lebensmittelproduzentinnen und -produzenten sowie der täglichen Leistung unserer Bäuerinnen und Bauern aus Liebe zum Land. Regionale Wertschöpfung sichert Arbeitsplätze und stärkt unsere heimischen Betriebe. 800 Partnerbetriebe sind Teil der Kulinarik-Initiative, die sich höchster Qualität verschrieben haben.“

39,2 Prozent: Deutschland führender Markt für österreichische Agrarexporte

Messen und Fachveranstaltungen außerhalb Österreichs gewinnen für die Partnerbetriebe der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ zunehmend an Bedeutung. Obwohl Produktion und Vertrieb primär regional erfolgen und für Niederösterreich bestimmt sind, steigt das Interesse, insbesondere aus Bayern, an hochwertigen österreichischen Lebensmitteln stetig. Viele Partnerbetriebe haben bereits Kooperationen mit Unternehmen und Vermarktern außerhalb Niederösterreichs etabliert.

Laut AMA-Marketing blieb Deutschland mit einem Marktanteil von 39,2 Prozent der wichtigste Absatzmarkt für österreichische Agrarexporte im Jahr 2024. Dabei geht es nicht nur um den Absatz, sondern auch um den fachlichen Austausch: Aktuelle Trends, Erfahrungen und Entwicklungen werden diskutiert. Welche Produkte sind gefragt? Welche Anforderungen stellen Konsumentinnen und Konsumenten?

Gemeinsamkeiten als Chance für Betriebe

Bayern und Niederösterreich weisen Ähnlichkeiten in ihrer landwirtschaftlichen Struktur auf. „Wir sind in keiner Blase. Regionale Versorgung ist überall ein Thema. In Niederösterreich haben wir jedoch einen der höchsten Standards in Europa. Dieses Wissen und unsere Erfahrungen geben wir gerne weiter. Gleichzeitig nehmen wir Erkenntnisse aus anderen Märkten mit, um uns stetig zu verbessern“, sagte Elisabeth Harreither-Pramreiter, Leiterin der Initiative „So schmeckt Niederösterreich“. Die Initiative organisierte das Netzwerktreffen in Bayern.

Die Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“ setzt sich für die Stärkung regionaler Produkte ein. Mit knapp 800 Partnerbetrieben im ganzen Bundesland fördert die Initiative regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit.

Drei Aushängeschilder aus dem Bezirk stellen sich vor

Die Destillerie Farthofer produziert im niederösterreichischen Mostviertel hochwertige Bio-Spirituosen – mit Leidenschaft, Innovationsgeist und einer tiefen Verbindung zur Region. Hier entstehen rund 40 verschiedene Brände und Liköre – alle biozertifiziert, vielfach ausgezeichnet und fest in der regionalen Kulinarik verankert. Das Herzstück des Betriebs ist die Mostelleria. Hier wird nicht nur produziert, sondern auch erlebbar gemacht, wie viel Handwerk, Zeit und regionale Wertschätzung in jeder Flasche steckt. International bekannt wurde Josef Farthofer 2012, als sein O-Vodka bei der International Wine and Spirit Competition in London als bester Wodka der Welt ausgezeichnet wurde.

Der Mostsommelierbetrieb Haselberger wird bereits in 4. Generation geführt. Hier wird Obst aus den Streuobstwiesen in hervorragende Produkte wie Most, Qualitätsobstwein, Saft, Cider und Frizzante veredelt. Bei den Haselbergers erfolgt die Produktion im Einklang mit der Natur. Diesen großen Aufwand merkt und schmeckt man in der Qualität der Produkte. Überraschend siegten sie bei der ersten Falstaff Most Trophy 2019 in mehreren Kategorien.

Die St. Peterer Müllerin in Bayern

Die Rosenfellner Mühle ist seit 1931 in Familienbesitz und wird nachhaltig sowie umweltfreundlich betrieben. Es werden ausschließlich streng kontrollierte Getreidequalitäten mit der Kraft des Wassers zu hochwertigen Mehlen vermahlen.

Die Verwendung von Zutaten aus kontrolliertem, biologischem Anbau und eine professionelle Verarbeitung gewährleisten höchstes Niveau, konstante Qualität, Geschmack und Zuverlässigkeit. Im betriebseigenen Mühlenladen werden neben Bio-Getreide und Bio-Teigwaren auch Bio-Lebensmittel speziell für Kinder und Allergiker sowie Geschenkskörbe mit regionalen Produkten angeboten.

„Veranstaltungen wie ‚Taste & Talk‘ bieten uns die Möglichkeit, unsere Produkte zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und von anderen Betrieben zu lernen. Der direkte Kontakt zu Fachleuten aus Bayern eröffnet neue Perspektiven und stärkt unsere Absatzmöglichkeiten“, sind sich die Betriebe einig.

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