Bürger im Bezirk Korneuburg haben sich gegen die geplante Erweiterung des Industrieparks Sierndorf ausgesprochen. Bürgermeister Ernst Kreuzinger bestätigte, dass die Diskussion nach eineinhalb Jahren abgeschlossen sei und man sich an den Willen der Bevölkerung halten werde. Daher sei eine Erweiterung nun nicht mehr vorgesehen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Geplante Expansion beendet
Das Projekt zur Erweiterung des Industrieparks in Sierndorf ist nach dem klaren Votum der Bürger endgültig gescheitert. Bürgermeister Ernst Kreuzinger äußerte sich dazu: „Wir haben eineinhalb Jahre über den Gewerbepark diskutiert. Die Bevölkerung hat entschieden. Und wir halten uns daran.“ Diese Entscheidung zeigt, wie wichtig die Meinungen der Bürger in den Planungsprozessen sind.
Wirtschaft im Einklang mit Naturschutz
Die GRÜNE-Sprecherin Elisabeth Kerschbaum betonte die Möglichkeit, wirtschaftliche Entwicklungen und den Schutz von Ressourcen in Einklang zu bringen. Sie wies darauf hin, dass die Wiederverwendung von bestehenden Flächen, wie beispielsweise dem Isover-Areal in Stockerau, Chancen bieten kann, anstatt neue Flächen zu beanspruchen. Auch in Korneuburg gibt es Leerstände, die genutzt werden könnten.
„Das spricht dafür, dass wertvoller Ackerboden weiterhin für die Produktion von Lebensmitteln erhalten bleibt und Gemeinden nicht große Summen für die Neuerschließung – Straßen, Kanal, Wasser – und gegebenenfalls öffentliche Verkehrsanbindungen aufwenden müssen.“
Lösungsansätze zur Vermeidung von Leerstand
Als mögliche Lösung zur Attraktivierung von Flächen und zur Vermeidung von Leerstand wurde unter anderem eine höhere Grundsteuer auf ungenutzte Grundstücke angesprochen. Kerschbaum schlug vor, die Vergabe von Baurechten anstelle des Verkaufs von Grundstücken als ein Mittel zur aktiven Vermeidung von Leerständen zu prüfen.


