KTM weist Vorwürfe über illegale Zulassungen zurück
Das Unternehmen KTM hat am Mittwoch die Vorwürfe über „Alibi-Zulassungen“ seiner Enduro-Motorräder zurückgewiesen, die von internationalen und heimischen Medien geäußert wurden.
KTM bezeichnete die angeblichen Praktiken als „Standardpraxis“, die auch von anderen Herstellern angewendet werde. Die oberösterreichische Polizei teilte mit, dass es derzeit kein wahrnehmbares Problem auf den Straßen gäbe, warnte jedoch, dass Kunden ein hohes finanzielles und rechtliches Risiko eingehen könnten.
Eine KTM-Enduro, die für den Einsatz auf Rennstrecken konzipiert ist, wird oft von 50 PS auf 15 PS gedrosselt, um eine Straßenzulassung zu erhalten. Berichten zufolge verkaufen Händler gedrosselte Motorräder mit Zulassung und bieten an, sie wieder uneingeschränkt leistungsfähig zu machen. KTM lieferte einen entsprechenden Umbausatz mit, was, so der Vorwurf, illegal sei.
KTM wies diese Vorwürfe entschieden zurück und betonte, dass ihre Enduro-Modelle im straßenzulassungsfähigen Zustand ausgeliefert werden, um an offiziellen Wettbewerben teilnehmen zu können. Die Aktien der KTM-Muttergesellschaft, Bajaj Mobility, fielen am Mittwoch um bis zu 11,3 Prozent, erholten sich jedoch im weiteren Handelsverlauf.
KTM gab an, dass etwa 6.000 Enduro-Modelle pro Jahr in Europa verkauft werden, was rund 3 Prozent des weltweiten Absatzes ausmacht. Die genaue Anzahl der entdrosselten Motorräder sei jedoch unbekannt.
Einordnung
Die Vorwürfe über illegale Zulassungen könnten das Geschäftsgebaren von KTM und das Vertrauen der Kunden in die Marke stark beeinträchtigen. Hohe Strafen und rechtliche Konsequenzen für Fahrer und Händler könnten langfristige Auswirkungen auf den Verkauf der Modelle haben.


