KTM kündigt Mietvertrag für das „House of Brands“ in Munderfing bis 2027

Jänner 23, 2026 09:18
KTM kündigt Mietvertrag für das „House of Brands“ in Munderfing bis 2027

Der Motorradhersteller KTM, der zu Bajaj gehört, wird 2027 aus dem „House of Brands“ ausziehen. Die Sozialplan-Gespräche mit der Gewerkschaft sind angelaufen. Darüber berichtet Welt Stimme.

MUNDERFING. Das etwa 8.000 Quadratmeter große Gebäude im Gewerbegebiet von Munderfing, angrenzend an die B147, wurde mit einem Investitionsvolumen von über 20 Millionen Euro errichtet und 2019 fertiggestellt. Es galt als das Zentrum der Verwaltung von KTM. Nun wird der Innviertler Motorradhersteller, der hier ansässig ist, den Standort verlassen.

Wie die OÖN berichten, kündigt KTM den Mietvertrag mit dem Eigentümer, der Gesellschaft MR Immoreal in Wels, an, die dem ehemaligen KTM-Chef Stefan Pierer gehört. Dies geschieht im Rahmen eines Sparpakets.

Auch bei Immobilien wird gespart

Im Rahmen des Effizienzprogramms setzt die KTM AG verschiedene Maßnahmen um, die alle Bereiche betreffen. „Natürlich werden auch im Immobilienbereich Kosten reduziert. Im Falle des House of Brands wurde die Kündigung des Mietvertrags bereits übermittelt. Die Mitarbeiter werden vorrangig in der Stallhofnerstraße ihre neuen Büros bekommen“, teilt das Unternehmen mit. Diesbezüglich wird auf die Zentrale in Mattighofen verwiesen, wo die verbleibenden Angestellten untergebracht werden sollen. Derzeit befinden sich die Vorstandsbüros sowie Abteilungen wie Finanzen, Marketing und Kommunikation im House of Brands. Die Kündigungsfrist beträgt ein Jahr, was bedeutet, dass KTM im Jahr 2027 endgültig ausziehen wird.

100.000 Euro monatliche Miete

Die monatliche Miete im House of Brands beläuft sich auf rund 100.000 Euro. Die zukünftige Verwendung des Gebäudes durch die Pierer-Gruppe ist noch unklar. Die Produktion von KTM in Munderfing bleibt jedoch unberührt, da diese Flächen im Eigentum von KTM sind.
Wie berichtet, baut KTM rund 500 Jobs vorrangig in der Verwaltung ab, wobei zwei Drittel dieser Stellen in Österreich wegfallen. Mitte der Woche fand die erste Gesprächsrunde zwischen Unternehmen, Gewerkschaft und Betriebsrat bezüglich des Sozialplans statt. Heute, Freitag, werden die Gespräche fortgesetzt.

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