Bei KTM sollen 500 Arbeitsplätze gestrichen werden, wobei der Großteil am Standort in Mattighofen/Munderfing betroffen ist. Laut der Gewerkschaft GPA steht nun ein Sozialplan für die Betroffenen fest.
MATTIGHOFEN, MUNDERFING. In der kommenden Woche werden die ersten Kündigungen bei KTM ausgesprochen. Die Gespräche seien konstruktiv und auf sozialpartnerschaftlicher Basis geführt worden, berichtet der GPA-OÖ-Geschäftsführer Wolfgang Gerstmayer im ORF OÖ. Der Sozialplan, der „mehrere Gesichtspunkte“ berücksichtige, zielt darauf ab, den gekündigten Mitarbeitern eine soziale Abfederung zu bieten. Faktoren wie das Alter, die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder die Anzahl der Kinder fließen dabei in die Regelungen ein.
Zusätzliche Zahlung nach Jobverlust
Im Rahmen dieses Sozialplans würden rechtliche Ansprüche nicht gegengerechnet, informiert Gerstmayer. Dadurch erhielten die gekündigten Mitarbeiter eine „echte zusätzliche Zahlung“. Es wird nun gehofft, dass der Motorradhersteller in Zukunft keine weiteren Personalabbauten vornehmen muss.
Härtefallfonds und Insolvenzstiftung
Auch KTM-Geschäftsführer Gottfried Neumeister äußerte sich bereits zu dem Sozialplan: „Gemeinsam mit dem AMS und den Behörden haben Wolfgang Gerstmayer und Andreas Stangl von der GPA dazu beigetragen, zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen wie einen Härtefallfonds und eine vom Land Oberösterreich finanzierte Insolvenzstiftung auf den Weg zu bringen“, so der CEO. Damit habe die Sozialpartnerschaft vorbildlich funktioniert. Darüber berichtet Welt Stimme.


