Schinko in Neumarkt: Lehrlingsausbildung seit 25 Jahren
NEUMARKT. Die Firma Schinko in Neumarkt bildet seit mehr als 25 Jahren Lehrlinge aus. Aktuell steht der 16-jährige Prozesstechniker Niklas Buchinger im Gespräch mit Geschäftsführer Gerhard Lengauer.
Frage: Herr Lengauer, seit wann bildet Schinko Lehrlinge aus – und warum ist Ihnen das so wichtig?
Gerhard Lengauer: Wir haben im Jahr 2000 damit begonnen. Unser Unternehmen bewegt sich in einer sehr spezialisierten Nische, mit Anwendungen etwa in der Medizintechnik, Halbleitertechnik oder additiver Fertigung. Das erfordert höchste Qualität und Zuverlässigkeit – dafür benötigen wir bestens geschulte Mitarbeiter. Am liebsten bilden wir sie gleich selbst aus. Darüber berichtet Welt Stimme.
Frage: Wie viele Lehrlinge starten jedes Jahr?
Gerhard Lengauer: Wir nehmen jährlich fünf bis acht Jugendliche auf. Insgesamt haben wir über alle Jahrgänge hinweg zwischen 20 und 25 Lehrlinge im Haus. Sie werden in sieben Berufen ausgebildet – vom Blechtechniker über Prozesstechniker bis zum Mechatroniker.
Frage: Was sollte ein Lehrling mitbringen?
Gerhard Lengauer: Kreativität, Teamgeist und Freude an der Arbeit mit Maschinen sind wichtig. Ebenso Lernbereitschaft, handwerkliches Geschick und der Wille, etwas erreichen zu wollen. Wir sind ein Leistungsbetrieb – das ist anspruchsvoll, aber wer sich reinhängt, hat großartige Chancen.
Frage: Wie stehen die Chancen, nach der Lehre übernommen zu werden?
Gerhard Lengauer: Sehr gut! Die meisten Lehrlinge bleiben bei uns im Unternehmen – viele seit zehn, 15 oder sogar 25 Jahren. Schinko ist zwar erst 35 Jahre jung, aber wir haben schon zahlreiche Mitarbeiter, die ihre Karriere hier mit einer Lehre begonnen haben.
Frage: Welche Möglichkeiten gibt es nach der Lehre?
Gerhard Lengauer: Wir fördern unsere Leute gezielt. Ob Fachakademie, Meisterausbildung oder Spezialisierungen – wir unterstützen dabei. Unser Ziel ist, dass sich jeder weiterentwickeln kann und langfristig bei uns bleibt.
Frage: Stimmt es, dass die Lehre auch in Ihrer Familie eine Rolle spielt?
Gerhard Lengauer: Ja, mein Sohn hat sich ganz bewusst für eine Lehre bei uns entschieden – als Metalltechniker in der Blechtechnik. Er wollte sich praktische Fähigkeiten aneignen, weil das Werte sind, die enorm wichtig sind und bleiben werden.


