Das ehemalige Pflegeheim im Hülgerthpark in Klagenfurt wurde vollständig abgerissen. Damit ist der Weg frei für den Neubau, den die Caritas Kärnten ab 2027 errichten will. Aktuell befinden sich die Bewohnerinnen und Bewohner im benachbarten Haus Magdalena, bis sie voraussichtlich 2029 in das neue Pflegewohnhaus übersiedeln werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Neubau und Übersiedelung 2029
Die Caritas plant, 2026 in die Detailplanung für den Neubau einzusteigen. Die Bau- und Errichtungsarbeiten sollen in den Jahren 2027 und 2028 stattfinden. Die Übergabe der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem derzeit genutzten Haus Magdalena wird für 2029 angestrebt. Der Altbau im Hülgerthpark war seit Jahren unbewohnbar, die Außenhülle jedoch blieb bestehen. Der gesamte Pflegebetrieb ist bereits im rückwärtigen Gebäude – dem Haus Magdalena – zusammengefasst, das weiterhin während der Neubauphase in Betrieb bleibt.
Abrissarbeiten
Die Planung der Abrissarbeiten begann im März 2025, die Arbeiten starteten Anfang Oktober. Laut der Stadt Klagenfurt sollen die Abrissarbeiten planmäßig bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Beauftragung der Arbeiten erfolgte fast ausschließlich an Kärntner Unternehmen.
Rössler-Merlin betont, dass die Übersiedelung für die Bewohnerinnen und Bewohner nahtlos erfolgen wird: „Für die Bewohner entsteht dadurch keinerlei Problem. Wenn alles fertig ist, übersiedeln alle eins zu eins in das neue Haus“.
Geplante Angebote
Der Neubau wird ein modernes und vielfältiges Pflegeangebot bieten. Geplant sind rund 100 Plätze im Pflegewohnhaus, 15 bis 20 Einheiten für Betreutes Wohnen, etwa 20 Plätze in einer Tagesstätte, zusätzlich ein stationäres Hospiz sowie eine große Betriebsküche, die weitere Caritas-Einrichtungen versorgen kann. Damit setzt die Caritas auf Synergien und eine effiziente interne Struktur. Die genaue Personalplanung sowie der künftige Mitarbeiterschlüssel sind noch in Arbeit und hängen von den finalen Entwürfen ab.
Investitionssumme noch offen
Die gesamten Projektkosten sind bislang unbekannt. Die Caritas verweist auf laufende Planungen und offene Vergabeverfahren. Sicher ist jedoch, dass die Caritas den Neubau finanziert, während die Stadt Klagenfurt den Abriss des alten Gebäudes übernommen hat.
Kostenreduktion
Die Stadt Klagenfurt berichtet, dass die Abbrucharbeiten des Gebäudes sehr gut vorankommen. Die Gesamtkosten für den Abbruch belaufen sich auf etwa 480.000 Euro und werden vollständig von der Stadt getragen. „Durch Optimierung des Bauablaufs, Veränderung der Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft sowie durch geringere Schadstoffmengen beim Abbruch als angenommen, konnten deutliche Kostenreduktionen erzielt werden“, so die Stadt. Der ursprüngliche Kostenvoranschlag lag bei rund 800.000 Euro.
Hintergrund
Im Jahr 2024 entschied die Stadt Klagenfurt, dass die Caritas Kärnten und nicht das Hilfswerk Kärnten das Pflegeheim im Hülgerthpark betreiben soll. Entscheidende Gründe waren unter anderem, dass die Caritas den Umbau selbst finanzieren kann, während das Hilfswerk auf externe Bauträger angewiesen wäre. Bürgermeister Christian Scheider betonte damals, dass die Entscheidung ein „klares Bekenntnis zum Seniorenheim“ darstellt und den Bewohnerinnen und Bewohnern Sicherheit bietet. Die Caritas verpflichtete sich zudem zu transparenter Kommunikation und bezieht Mitarbeiter, Angehörige und Bewohner aktiv in die nächsten Planungsschritte ein.


