Neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ronachers in der Inneren Stadt in Betrieb genommen

Juni 12, 2026 17:10
Neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ronachers in der Inneren Stadt in Betrieb genommen

Musicaltheater Ronacher setzt auf Sonnenenergie

Das Musicaltheater Ronacher in Wien hat kürzlich eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Diese umfasst 122 Module mit einer Gesamtleistung von 55 Kilowatt und wird das Gebäude der Vereinigten Bühnen Wien künftig mit Energie versorgen.

Die erzeugte Energie wird vor Ort verwendet, unter anderem für die Haustechnik und die Gangbeleuchtung. Um den Denkmalschutz des im 19. Jahrhundert erbauten Theaters zu wahren, wurde der Wechselrichter so platziert, dass er von umliegenden Gebäuden nicht sichtbar ist.

„Das Rathaus, die Staatsoper und nun auch das Ronacher: Wiens historische Dächer werden Schritt für Schritt zu Solarkraftwerken. Damit zeigen wir, dass Kulturinstitutionen, Denkmalschutz und moderne Energieversorgung in Wien kein Widerspruch sind“, erklärte Ulli Sima (SPÖ), die Stadträtin für Stadtentwicklung.

Alma Kahler, die Geschäftsführerin von Wien Energie, wies auf die besonderen Anforderungen bei der Planung und Errichtung von Anlagen in denkmalgeschützten Gebäuden hin. Die Vereinigten Bühnen Wien streben zudem eine nachhaltige Gestaltung ihrer Produktionen an, einschließlich modularer Bühnenbilder und der Verwendung von recycelten Materialien. Das Ronacher hat als zweites Musicalhaus der Vereinigten Bühnen Wien das Österreichische Umweltzeichen erhalten.

Franz Patay, Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien, bezeichnete die Initiative als wichtigen Schritt zur Unterstützung der Umweltziele der Stadt. Auch Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Patricia Davis (ÖVP) betonte die Bedeutung erneuerbarer Energien für die wirtschaftliche Entwicklung und Energieautarkie.

Einordnung

Die Installation der Photovoltaikanlage am Ronacher markiert einen Fortschritt in der Nutzung erneuerbarer Energien in historischen Gebäuden. Dies ist relevant für die Reduzierung der Betriebskosten und die Erhöhung der Energieautarkie sowie für die Förderung nachhaltiger Praktiken in kulturellen Einrichtungen.

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