Präzisere Wetterdaten aus den Seetaler Alpen
Mehrere Mobilfunkstandorte in den Seetaler Alpen liefern künftig hochpräzise Wetterdaten. A1, Skyfora und Nokia testen eine innovative Lösung, bei der bestehende Mobilfunkstandorte als Wetterstationen genutzt werden.
Technologieeinsatz in der Region
Die Mobilfunkstandorte in Röthelstein, Weißkirchen, St. Georgen ob Judenburg, Turrach und Metnitz wurden mit der neuen Technologie ausgestattet. Das grenzüberschreitende Projekt umfasst auch einen Standort von A1 Slowenien.
Die Technologie bietet insbesondere in alpinen Regionen Vorteile, da sich dort Wetterlagen häufig binnen kurzer Zeit ändern. Die erfassten Daten ergänzen bestehende Wettermodelle und ermöglichen die präzisere Beobachtung lokaler Wetterentwicklungen.
„Gemeinsam mit Skyfora und Nokia zeigen wir, wie sich bestehende Infrastruktur systematisch erweitern lässt, um zusätzliche Daten für präzisere Wetterprognosen zu gewinnen.“
Christian Laqué, CTO A1 Österreich
Sammlung atmosphärischer Daten
Die Tests verwenden bestehende 5G-Standorte zur kontinuierlichen Erfassung atmosphärischer Daten. GNSS-Signale, die an den Mobilfunkstandorten empfangen werden, ermöglichen es, Rückschlüsse auf den Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zu ziehen. Dies ist essenziell für die Entstehung von Niederschlägen, Gewittern oder Nebel. Die gesammelten Daten sind besonders wertvoll für kurzfristige, lokal begrenzte Wetterereignisse.
Einordnung
Durch die Nutzung bestehender Mobilfunkinfrastruktur zur Wetterdatenerfassung verbessert sich die Genauigkeit von Wetterprognosen in alpinen Regionen. Die innovative Technologie hat das Potenzial, lokale Wetterverhältnisse besser vorherzusagen, was für Anwohner und Touristen von großer Bedeutung ist.


