Schuld an der späteren Getreideernte war die Witterung. Ein Überblick über die Ernten der rund 23.000 Hektar landwirtschaftlichen Flächen.
BEZIRK NEUNKIRCHEN. Die aufgrund der Witterung im Bezirk Neunkirchen erzielte Getreideernte fällt leicht überdurchschnittlich aus. „Die relativ kühle Witterung in Kombination mit ausreichend Niederschlägen führte wieder zu einer guten Ernte“, resümiert Thomas Handler, Obmann der Bezirksbauernkammer. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Erträge in Zahlen
Von der Wintergerste wurden Erträge zwischen 6.000 und 8.000 kg pro Hektar verzeichnet. Handler merkt an: „Die Sommergerste hat in den vergangenen Jahren aufgrund des Klimawandels stark an Bedeutung verloren.“
Der Ertrag beim Weizen lag zwischen 5.000 und 8.000 kg/ha, wobei in einigen besonders günstigen Lagen auch höhere Erträge erzielt wurden. 50 Prozent der Weizenerträge entfielen auf Premium- oder Qualitätsweizen, 30 Prozent auf Mahlweizen und 20 Prozent auf Futterweizen. Für Triticale und Roggen wurden 5.000 bis 7.000 kg/ha geerntet; Dinkel brachte etwa 3.000 bis 4.000 kg/ha.
Anbauflächen nach Hektar
- Wintergerste: 1111 ha
- Sommergerste: 106 ha
- Weizen: 1153 ha
- Triticale: 749 ha
- Roggen: 391 ha
- Dinkel: 97 ha
Körnererbse und Raps haben mit Anbauflächen von 38 bzw. 42 ha keine Bedeutung mehr im Bezirk.
Mais ist Herbst-Spitzenreiter
Von den Herbstkulturen ist Mais die am meisten angebaute Pflanze. Auf Silomais entfielen 1.067 Hektar, während 480 Hektar für Körnermais genutzt wurden. Sojabohnen wurden auf 277 Hektar und Sonnenblumen auf 213 Hektar angebaut.
„Auch die Ernte der Herbstkulturen ist mittlerweile weitestgehend abgeschlossen. Die Erträge von Silomais waren dieses Jahr leicht überdurchschnittlich. Auch die Körnermais-Erträge sind mit 8.000 bis 10.000 kg gut. Flächen, die noch nicht geerntet sind, trocknen aufgrund der aktuell feuchten Witterung nur mehr sehr langsam ab und müssen daher nach der Ernte nachgetrocknet werden.“
Thomas Handler, Bezirksbauernkammer-Obmann
Keine gröberen Katastrophen
Im Bezirk Neunkirchen blieben größere Schadereignisse wie Hagel, Hochwasser oder Überschwemmungen in diesem Jahr weitestgehend aus.
Begrünungen für das Bodenleben
Die Landwirte im Bezirk setzen vermehrt auf Begrünungskulturen. Thomas Handler erklärt: „Im Bezirk werden ca. 1.500 bis 2.000 Hektar Begrünungen zur Verbesserung des Bodenlebens angebaut. Diese dienen zusätzlich Insekten und Bienen im Herbst als Nahrungsgrundlage und verhindern auch Erosionen.“


