Bei den Berufseuropameisterschaften EuroSkills in Dänemark erzielte das österreichische Team herausragende Ergebnisse: sechs Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen sowie 17 Auszeichnungen für hervorragende Leistungen. Jonas Danninger aus Herzogsdorf wurde als bester Kälte- und Klimatechniker ausgezeichnet und erhielt den Preis „Best of Nation“. Miriam Haider aus Traberg sicherte sich Silber. Darüber berichtet Welt Stimme.
HERZOGSDORF/TRABERG. „Dass es eine Medaille werden könnte, habe ich mir schon fast gedacht. Aber dass es Gold wird – das war nicht vorauszusehen“, erklärt Jonas Danninger. Sein Bruder, Europameister von 2023 in dieser Disziplin, habe ihm entscheidend mit seinem Fachwissen geholfen, und auch sein Vater sei eine enorme Unterstützung gewesen. „Am Anfang denkt man nicht so sehr an den Druck, aber er wird von Tag zu Tag stärker. Ich habe mir eigentlich gedacht, nach der Competition fällt er ab – aber bis zur Siegerehrung ist er immer größer geworden. Als dann mein Name gefallen ist, ist auf einmal alles von mir abgefallen, gefühlt ein paar Tonnen Last“, so der Herzogsdorfer.
Papa als besonderer Experte
Die drei Wettkampftage waren äußerst intensiv. Am ersten Tag lief für Danninger alles perfekt: „Ich habe fast keine Fehler gemacht.“ Am zweiten Tag dachte er, es sei schlecht gelaufen, habe aber dennoch kaum Punkte verloren. „Und am dritten Tag war die Fehlersuche in der Kältetechnik eine große Herausforderung – aber auch die habe ich offenbar gut gemeistert.“ Warum die Familie Danninger in der Kälte- und Klimatechnik so stark ist? „Ganz klar: das liegt an meinem Papa. Er ist ein Wahnsinn als Experte. Mit ihm zusammenzuarbeiten ist etwas Besonderes, weil man Dinge austauscht, die man mit keinem anderen Trainer besprechen könnte.“ Es gehe nicht nur um Technik, sondern auch um das Zwischenmenschliche. „Gerade das macht den Unterschied – man kommt auf Fehler, auf die man sonst nie gekommen wäre. Und die Medaille? Daheim gibt es bisher noch keinen eigenen Schrein für die Medaillen – aber den werden wir jetzt bauen.“
Zwei Vize-Europameisterinnen in Mode-Technologie
Miriam Haider holte zusammen mit ihrer Teamkollegin Theresa Fink im Bereich Mode-Technologie den Vize-Europameistertitel. „Wir können es kaum glauben. Nach all der Arbeit und den unzähligen Stunden Vorbereitung ist es eine riesige Erleichterung, dass es jetzt wirklich geklappt hat. Die Medaille in der Hand zu halten, so schön glitzernd, ist einfach ein großartiges Gefühl“, so Haider. In den letzten Sekunden vor der Verkündung waren die beiden extrem nervös, haben gezittert bis zum Schluss. „Und dann plötzlich unseren Namen zu hören – das war ein unbeschreibliches, geiles Gefühl. Auf der Bühne zu stehen, vor dieser Menschenmenge, und zu erleben, wie alle klatschen und jubeln – das ist etwas, das man nur einmal im Leben erfährt“, sagt die Trabergerin.
Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle
Das gesamte Geschehen in Dänemark, der Teamgeist bei Team Austria, der Abschlussabend und natürlich der Blick von der Bühne ins Publikum, wo viele Österreicherinnen und Österreicher für sie feierten, werden die beiden nie vergessen. „Die letzten drei Tage waren anstrengend, ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, aber am Ende hat alles gepasst. Umso größer ist die Überraschung, dass wir tatsächlich Vize-Europameisterinnen geworden sind“, so die Modetechnikerinnen. Zwischendurch hatten sie Fehler, die sie zum Glück ausbessern konnten, und es war wirklich knapp. „Deshalb sind wir jetzt umso stolzer und glücklicher, dass es geklappt hat. Gefragt, mit wem wir feiern werden, ist die Antwort klar: mit Familie, Freunden und dem ganzen Team – und zwar mit einer richtig fetten Medaillen-Party!“


