Klagenfurt etabliert Hitzeschutzfonds gegen steigende Temperaturen
Klagenfurt wird künftig 50 Prozent der Parkgebühren aus der Ostbucht, etwa 600.000 Euro pro Jahr, in einen Hitzeschutzfonds investieren. Dies wurde heute, Montag, während einer Pressekonferenz von den Vizebürgermeistern Ronald Rabitsch und Patrick Jonke angekündigt.
Die Stadt zählt zu den am stärksten von Hitze betroffenen Regionen Österreichs, mit Temperaturen in diesem Sommer zwischen 36 und 38 Grad. Die Zahl der Hitzetage und die Belastung für besonders vulnerable Gruppen steigen. Um der Hitze entgegenzuwirken, sollen durch den Hitzeschutzfonds Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität ergriffen werden.
Der Hitzeschutzfonds wird konkrete Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel finanzieren. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit bestehenden Institutionen wie dem Verein Climate Funds Klagenfurt und der IPSK GmbH. Bis 2030 ist vorgesehen, 1.000 neue Bäume zu pflanzen und die städtische Infrastruktur hitzestabil zu gestalten. Rabitsch betonte, dass die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt auch an heißen Tagen gewährleistet sein soll, was positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben wird.
Die geplanten Maßnahmen umfassen Baumpflanzungen an Hitzehotspots, die Umsetzung des Schwammstadtprinzips sowie die Förderung privater Innenhöfe. Zudem sind Entsiegelungen von Flächen, die Installation von Trinkwasserbrunnen und Maßnahmen zur Kühlung von Schulen und Pflegeheimen vorgesehen.
Einordnung
Diese Initiative zielt darauf ab, Klagenfurt bis 2030 in eine klimaresiliente Stadt zu transformieren, die sich erfolgreich gegen die Auswirkungen des Klimawandels wappnet. Es wird erwartet, dass die Maßnahmen die Lebensqualität der Bürger verbessern und damit auch den wirtschaftlichen Faktoren in der Stadt zugutekommen.


