Ab Anfang 2026 wird das historische Café „Central“ in der Herrengasse 14 renoviert, während das Pop-up-Konzept „Decentral“ die Tradition des Kaffeehauses aufrechterhält. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/INNERE STADT. Das Café „Central“ ist ein ikonisches Element der Wiener Innenstadt und ebenso bekannt wie der Stephansdom. Gegründet wurde es im April 1876 vom Kaffeesieder Wenzel Prückel. Zu seinen Stammgästen zählten im 19. Jahrhundert bedeutende Persönlichkeiten wie Sigmund Freud, Egon Friedell, Adolf Loos und Arthur Schnitzler. Nach einer Schließung im Jahr 1943 wurde das Lokal 1975 nach einer Renovierung des Palais Ferstel wiedereröffnet und erlebte 1986 eine umfangreiche Sanierung.
Fast 40 Jahre später stehen erneut Renovierungsarbeiten an. Der genaue Zeitpunkt der Schließung im Jahr 2026 steht noch aus. Infolgedessen wird das Café für eine gewisse Zeit geschlossen sein.
Pop-up ersetzt Klassiker
Für die Liebhaber des Traditionskaffeehauses gibt es jedoch eine Lösung: Das Angebot wird vorübergehend ins Palais Harrach (Freyung 3a) umgezogen. Das Pop-up „Decentral“ hat bereits geöffnet und wird bis zur Wiedereröffnung des „Central“ als weitere Anlaufstelle dienen.
„Das ‚Decentral‘ bietet eine frische Interpretation der Wiener Kaffeehauskultur. Ein großer Gastgarten auf der Freyung lädt zum Entspannen ein, während im Inneren urbanes Design auf klassische Elemente trifft“, wird in einer offiziellen Mitteilung erklärt. Das kulinarische Angebot umfasst hausgemachte Kreationen der eigenen Patisserie, darunter das Amandine Mandelcroissant und die Decentral Chic Schokotarte.
Die Karte wird zudem kalte Gerichte wie belegte Focaccias und neue Getränke wie Flavoured Coffees und den Lavender Monaco Sprizz anbieten. Eine besondere Attraktion soll die „Bar Non Lieu“ sein, ein versteckter Rückzugsort im Stil eines Wandschranks, der nur Platz für zwei Personen bietet. Das „Decentral“ hat von Dienstag bis Samstag von 7.30 bis 21.30 Uhr geöffnet.


