Die Österreichische Post AG hat am Donnerstag die Schließung der Postzustellbasis in Jennersdorf aus wirtschaftlichen Gründen offiziell bekannt gegeben. Die etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bis Mai schrittweise an die Zustellbasen in Fürstenfeld, Bairisch Kölldorf und Feldbach umgesiedelt. Die Postfiliale selbst bleibt jedoch weiterhin geöffnet. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Zustellbasis in Jennersdorf, die ursprünglich auf die Briefzustellung ausgelegt war, entsprach laut Angaben der Post nicht den Anforderungen an die stark wachsenden Paketmengen. Darüber hinaus erfüllte das Gebäude nicht mehr die aktuellen technischen Standards und bot keine Möglichkeiten zur Erweiterung. Ein wirtschaftlicher und zukunftsfähiger Betrieb sei daher nicht mehr möglich gewesen, so die Mitteilung der Post.
Ausbau der steirischen Zustellbasen
Im Zuge der Neuorganisation werden stattdessen die Zustellbasen in Fürstenfeld, Bairisch Kölldorf und Feldbach gezielt ausgebaut. Laut der Post reagiert man damit auf das veränderte Bestellverhalten der Bevölkerung: Immer mehr Menschen in der Region bestellen Waren online und lassen sich Pakete direkt nach Hause liefern, was eine Anpassung der logistischen Strukturen erfordere.
20 Mitarbeiter übersiedeln
Die etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von der Schließung betroffen sind, sollen zwischen März und Mai schrittweise in die steirischen Zustellbasen umziehen. An diesen Standorten stehen moderne Einrichtungen zur Vorsortierung der Sendungen, ausreichende Lagerflächen für Pakete sowie Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zur Verfügung. Zudem sollen die Zustellerinnen und Zusteller die Möglichkeit erhalten, mit den Dienstfahrzeugen direkt von zu Hause aus in die Zustelltouren zu starten, was laut Post sowohl Zeit als auch Fahrtkilometer einspart.
Keine Auswirkung auf Kunden
Für die Kundinnen und Kunden in der Region wird sich durch die Umstrukturierung nichts ändern. Die Zustellung von Briefen und Paketen erfolgt weiterhin von Montag bis Freitag an allen Adressen, für die entsprechende Sendungen aufgegeben wurden.
„Mitarbeiter als politischer Spielball“
In der Presseaussendung betont die Post, dass Standortentscheidungen ausschließlich auf logistischen und wirtschaftlichen Kriterien beruhen. Als Universaldienstleisterin sei man verpflichtet, eine verlässliche Versorgung in ganz Österreich sicherzustellen – unabhängig von politischen Bezirks- oder Landesgrenzen. Das Unternehmen äußert zudem Kritik daran, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jennersdorf durch vorab kolportierte Halbwahrheiten in politische Diskussionen hineingezogen worden seien.
Stegersbach bleibt bestehen
Von der Umstrukturierung nicht betroffen ist die Postzustellbasis in Stegersbach. Die zuständige Pressestelle bestätigte, dass derzeit keine Bestrebungen hinsichtlich einer Schließung bestehen.


