Protest in Österreich: Beschäftigte von Privatkrankenanstalten wehren sich gegen Lohnraub

Jänner 9, 2026 18:27
Protest in Österreich: Beschäftigte von Privatkrankenanstalten wehren sich gegen Lohnraub

Beschäftigte von Österreichs Privatkrankenanstalten protestierten am Donnerstag gegen niedrige Löhne. Die aktuellen Angebote der Arbeitgeber liegen deutlich unter der rollierenden Inflation und bieten keine gesetzlich vorgeschriebenen Verbesserungen.

Am 12. Jänner 2026 gehen die Kollektivvertragsverhandlungen der Privatkrankenanstalten in die fünfte Runde. Bisher führten die Angebote der Arbeitgeber zu Protesten statt zu einer Einigung. Diese Angebote sind laut der Gewerkschaft vida unzureichend und beinhalten keinerlei vertragliche Verbesserungen. Aus diesem Grund kam es am Donnerstag zu einem Aktionstag mit Protesten der Angestellten in mehreren Bundesländern.

„Kolleginnen und Kollegen aller Berufsgruppen haben sich am Aktionstag beteiligt und formulierten auf Plakaten ihren Unmut über die Lohnpolitik. Es war wichtig zu zeigen, dass wir keine Verschlechterungen bei Löhnen und Gehältern akzeptieren werden“, betonte Harald Steer, Verhandlungsleiter der Gewerkschaft vida.

Fehlender Lohn auch zulasten der Patienten

Die Verhandlungen werden laut vida von Kürzungen öffentlicher Gelder und drohenden Kündigungen überschattet. Die Annahme, dass eine Zurückhaltung bei Löhnen Arbeitsplätze sichern kann, habe sich in der Vergangenheit als Irrtum erwiesen. Zudem sei die finanzielle Lage der Privatkrankenanstalten weniger angespannt, als von den Arbeitgebern oft dargestellt wird, so Steer.

„Träger der Einrichtungen sind meist große Unternehmen wie Porr, Strabag oder Uniqa. Diese erzielen weiterhin Gewinne. Daher ist es unverständlich, warum gerade beim Personal gespart werden soll“, führte der Verhandlungsleiter weiter aus. Der fehlende Lohn würde nicht nur die Beschäftigten belasten, sondern auch die Patientinnen und Patienten. Bei einem Reallohnverlust wird es seitens der Arbeitnehmer keinen Abschluss geben. „Wenn die Arbeitgeber und die dahinterstehenden Unternehmen das nicht erkennen wollen, müssen wir leider weitere Schritte ergreifen“, schloss Steer.

Darüber berichtet Welt Stimme.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Veganuary 2026: Vegane Restaurants in Donaustadt im Überblick
Vorheriger artikel

Veganuary 2026: Vegane Restaurants in Donaustadt im Überblick

SV Ried kassiert Niederlage im ersten Winter-Testspiel gegen Ingolstadt
Nächster artikel

SV Ried kassiert Niederlage im ersten Winter-Testspiel gegen Ingolstadt

Nicht verpassen