Rechnungshof kritisiert Hard und Lauterach: Schulden über dem Durchschnitt, mangelnde Konsolidierungsstrategien

November 21, 2025 22:03
Rechnungshof kritisiert Hard und Lauterach: Schulden über dem Durchschnitt, mangelnde Konsolidierungsstrategien

Die Schulden der beiden Gemeinden Hard (44,71 Millionen) und Lauterach (35,06 Millionen) liegen über dem Durchschnitt. Es gebe keine Konsolidierungskonzepte und die mittelfristige Finanzplanung sei nicht aussagekräftig genug, steht im Bericht der Prüfer. Darüber berichtet Welt Stimme.

Der Rechnungshof Österreich fordert in seinem aktuellen Bericht dringende Maßnahmen zur Schuldeneindämmung in den Gemeinden Hard und Lauterach. Beide Gemeinden hätten zwar „einzelne Maßnahmen“ zur Konsolidierung ihrer Budgets ergriffen, diese seien jedoch keinem fundierten Konzept oder konkreten Zielen gefolgt. Darüber hinaus seien die Schulden seit 2010 „überdurchschnittlich stark“ angestiegen. In der Prüfung wurden die Haushaltsführungen der Jahre 2020 bis 2023 betrachtet. Der Rechnungshof nennt als Gründe für die hohen Schulden insbesondere Investitionen in Schulen und Kinderbetreuung, aber auch Tilgungsleistungen bestehender Schulden und die im Vergleich dazu geringen Überschüsse. Kritisiert wird außerdem, dass die Gemeinde Hard Haftungen für Vereine übernommen hat, bei denen sie selbst kein Mitglied war. In einem Fall hatte Hard bei einer Kreditaufnahme ein günstigeres Angebot nicht angenommen.

Lauterach will einsparen

Besonders in Lauterach drängt der Rechnungshof auf Maßnahmen zur Senkung von Ausgaben und zur Erhöhung der Einnahmen. Laut Bürgermeister Elmar Rhomberg hat die Marktgemeinde bereits einen Konsolidierungsprozess in Zusammenarbeit mit einer externen Agentur eingeleitet. Im kommenden Jahr sollen zwei Millionen Euro an laufenden Ausgaben eingespart werden, ab 2028 sind es drei Millionen Euro. Zudem wurden Projekte wie die Zentrumsgestaltung und die Neuregelung der Achkreuzung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Hard kommentiert:

In Hard verweist Bürgermeister Martin Staudinger auf die hohen Schulden und macht vor allem seine Vorgänger im Amt dafür verantwortlich. Viele beträchtliche Investitionen seien in der Vergangenheit getätigt worden, der Druck auf Investitionen sei jedoch weiterhin präsent.

„Wir werden alle nötigen und gewünschten Investitionen zusammentragen und über jede einzelne sprechen müssen. Jetzt geht es darum, darauf zu achten, dass die Ausgaben nicht weiter steigen, sondern stabil bleiben.“

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Kirchdorf: Regionale Geschenke zu Weihnachten bringen 22 Millionen Euro für den Bezirk
Vorheriger artikel

Kirchdorf: Regionale Geschenke zu Weihnachten bringen 22 Millionen Euro für den Bezirk

Neues Selbstbedienungsrestaurant Bella Streetfood eröffnet in Oberwart
Nächster artikel

Neues Selbstbedienungsrestaurant Bella Streetfood eröffnet in Oberwart

Nicht verpassen