Der Arbeitsmarkt im Bezirk Zwettl zeigte sich im Jänner 2026 insgesamt robust. Im aktuellen Monat stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk lediglich um 1,4 Prozent.
BEZIRK ZWETTL. Ende Jänner waren 1.274 Personen beim AMS Zwettl arbeitslos gemeldet. Der saisonal bedingte Anstieg fällt damit vergleichsweise moderat aus. Von den arbeitslos vorgemerkten Personen waren 279 Frauen (+5,3 Prozent) und 995 Männer (+0,3 Prozent). Damit zeigt sich auch im Bezirk Zwettl eine Entwicklung, die sich landesweit beobachten lässt: Frauen sind von steigender Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Männer. Darüber berichtet Welt Stimme.
Unterschiedliche Entwicklung nach Geschlecht
Ein Blick auf das Jahr 2025 verdeutlicht diese Unterschiede. Im Jahresdurchschnitt 2025 stieg die Arbeitslosigkeit von Frauen im Bezirk Zwettl um 5,4 Prozent, während sie bei Männern um 2,1 Prozent zurückging. Gleichzeitig nahm das Arbeitskräftepotenzial zu. Ursache dafür ist unter anderem die schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters. „Wir können diese Entwicklung sowohl bei der steigenden Beschäftigung von Frauen als auch in den Arbeitslosenzahlen ablesen. Frauen sind am Arbeitsmarkt weiterhin gegenüber Männern benachteiligt. Solange dies der Fall ist, ist die Mehrheit unserer finanziellen Fördermittel gezielt für Frauen reserviert“, erklärt Stefan Waldhäusl, Leiter der AMS-Geschäftsstelle Zwettl.
Stabilität im Bezirk
Die Beschäftigungsdaten unterstreichen diese Entwicklung. Laut den zuletzt verfügbaren Zahlen waren im Dezember 2025 im Bezirk Zwettl 7.778 Frauen und 8.369 Männer unselbständig beschäftigt. Während sich die Beschäftigung von Frauen stabil entwickelte, blieb die Zahl der männlichen Beschäftigten rückläufig. Der Arbeitsmarkt im Bezirk Zwettl startet damit verhalten ins Jahr 2026. Der geringe Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jänner zeigt, dass sich die regionale Situation trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vergleichsweise robust präsentiert. Das AMS Zwettl wird weiterhin einen Schwerpunkt auf gezielte Vermittlung, Qualifizierung sowie auf die Unterstützung von Frauen und älteren Arbeitskräften legen, um nachhaltige Beschäftigungsperspektiven im Bezirk zu sichern.


