Sparen bleibt für Steirerinnen und Steirer wichtig trotz Inflation
Trotz der anhaltenden Inflation und veränderter Zinslandschaft ist das Sparen für die Steirerinnen und Steirer ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Die aktuelle Sparstudie 2025 zeigt, dass Sicherheit nach wie vor oberste Priorität hat – zugleich wächst das Interesse an Wertpapieren. Damit verändert sich das Sparverhalten zunehmend in Richtung langfristiger und vielfältiger Anlageformen. Darüber berichtet Welt Stimme.
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bleibt das Sparen für die Steirerinnen und Steirer central. Laut der aktuellen Sparstudie der Erste Bank und Sparkassen empfinden 76 Prozent das Zurücklegen von Geld als „sehr“ oder „ziemlich wichtig“. Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt bei 328 Euro und übertrifft damit den österreichischen Durchschnitt.
Das klassische Sparbuch oder Sparkonto bleibt mit einer Nutzung von 80 Prozent die beliebteste Sparform, gefolgt vom Girokonto (55 Prozent) und Lebens- bzw. Kapitalversicherungen (42 Prozent). Wertpapiere gewinnen zunehmend an Bedeutung: Bereits 40 Prozent der Befragten investieren in Aktien oder Fonds – ein deutliches Zeichen für den Wandel im Anlageverhalten.
Inflation verstärkt alternative Anlageformen
Laut der Steiermärkischen Sparkasse hat sich das Volumen privater Wertpapierveranlagungen in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt – von rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf knapp 4,8 Milliarden Euro Mitte 2025. Der Trend hin zu alternativen Anlageformen wird vor allem durch die anhaltende Inflation und niedrige Zinsen verstärkt.
Hinter dem Sparverhalten der Steirerinnen und Steirer stehen vor allem Sicherheitsmotive: 84 Prozent sparen, um für Notfälle gewappnet zu sein, 70 Prozent zur allgemeinen Absicherung oder Vorsorge. Auch persönliche Wünsche – etwa Reisen oder größere Anschaffungen – spielen mit 68 Prozent eine bedeutende Rolle. Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit steht für 64 Prozent im Vordergrund.
Geringes Finanzwissen
Das Finanzwissen der Bevölkerung zeigt jedoch Verbesserungspotenzial: Nur etwa ein Drittel der Befragten schätzt die eigene Kompetenz in Finanzfragen als gut ein. Mehr als die Hälfte hält es für wichtig, sich mit Geldthemen auseinanderzusetzen. Bei 57 Prozent spielt Finanzbildung in der Familie bislang keine Rolle. Die Sparkasse betont daher die Bedeutung von Bildungsinitiativen, wie dem interaktiven Finanzerlebnispark „FLiP“ im Grazer CoSA, der Jugendlichen und Erwachsenen kostenlosen Zugang zu Finanzwissen bietet.


